Stab für außergewöhnliche Ereignisse ist aufgelöst

Landesstraße 23 wieder freigegeben : Die Gefahr an der Wurm ist gebannt. Vorerst.

Die Gefahr konnte abgewendet, die Landesstraße 23 freigegeben und der Stab außergewöhnliche Ereignisse (SAE) aufgelöst werden: Die Einsatzstelle an der Wurm ist nun nur noch eine Baustelle.

Die L23 – die Schweilbacher Straße in Würselen und die Rolandstraße in Kohlscheid – waren zwischen Dienstagabend und Donnerstag voll gesperrt gesperrt gewesen, weil am Ufer der Wurm eine Böschung abgerutscht war. Ein Abwasserkanal mit einem Durchmesser von 1,8 Metern drohte zu brechen, die Feuerwehr war im Großeinsatz.

Unmittelbar nachdem das Ausmaß der misslichen Lage bekannt geworden war, wurde der Stab SAE mit 21 Mitgliedern unter der Leitung vom Würselener Beigeordneten Roger Nießen eingerichtet. Experten aus der Stadtverwaltung, Fachleute der Feuerwehr und vom THW, die Städteregion Aachen, Experten des Wasserverbandes Eifel Ruhr sowie externe Berater trafen sich seitdem sechs Mal, um die Lage zu  bewerten und Maßnahmen einzuleiten. Vor Ort kämpften Tag und Nacht die Helfer vom THW und der Feuerwehr nicht nur gegen die Zeit, sondern auch gegen das Wetter und somit die Gefahr, dass das Wurmgewässer weiter ansteigt. Ihr Auftrag sei es gewesen, den Damm so zu sichern, dass er nicht weiter abrutsche, teilte die Stadtverwaltung mit. Mehr als 130 Helfer waren vor Ort im Wechsel im Einsatz.

Am Donnerstag entschärfte sich die Lage dann, sodass der Stab aufgelöst wurde. Die Verwaltung weißt noch einmal darauf hin, dass es unumgänglich war, die L 23 während der Maßnahme zu sperren, um die benötigten weit mehr als 35.000 Sandsäcke von einem Verteilplatz zur Einsatzstelle bringen zu können.

Doch auch das gelang nicht ohne Probleme: Das Erdreich sei erheblich durchweicht gewesen, die Lkw hätte nicht in die Nähe der Wurm gelangen können. „Vom Wanderparkplatz Rolandstraße in Kohlscheid aus wurden die dort vorgehaltenen Sandsäcke dann mit und mit in die Nähe der Einsatzstelle transportiert und dort durch die Einsatzkräfte in mühevoller Handarbeit verbaut“, so die Verwaltung. Ein Drainvlies wurde aufgebracht, um ein weiteres Abbrechen des Ufers zu verhindern. Die Sandsäcke sollten es stabilisieren und das Wasser aus der Wurm ableiten.

Im Rathaus wird nun mit Experten intensiv beratschlagt, wie es weitergehen soll, wie der Abwasserkanal künftig gesichert werden kann oder ob er sogar verlegt werden muss.

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