Würselen: St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Scherberg beendet Freiluftsaison

Würselen: St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Scherberg beendet Freiluftsaison

Zum Abschluss der Freiluftsaison hat die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft (Scherberg) auf der Anlage an der verlängerten Paulinenstraße noch zwei Vögel ausgeschossen. Einmal traten die Herren der Schöpfung und zum anderen die schießsportlich aktive Weiblichkeit zum Wettstreit an.

Das Schlussschießen wurde musikalisch bereichert durch ein Konzert der Zollkapelle Aachen unter der Leitung von Ulrich Wagemann-Barbiche, der 1998 die Stabführung des gut geführten und ausgewogenen Klangkörpers übernommen hatte. Es spannte einen weiten Bogen über die verschiedenen Genres und Epochen meist klassisch unterhaltsamer Musik bis hin zu international bekannten, modernen Liedern. Dabei schafften die Musiker es eindrucksvoll, Sympathien zwischen den Bürgern und dem Zoll aufzubauen, was die Kapelle sich auf die Fahnen geschrieben hat. Mit dem stimmungsvollen „My Way“ von Frank Sinatra verabschiedete sich die Blaskapelle, die 1928 von ehemaligen Militärmusikern gegründet worden ist. Immer wieder war sie mit großem Beifall bedacht worden.

Schwache Resonanz

Zum Abschluss der Saison konnte Brudermeister Karl-Josef Offermanns auch Abordnungen der St.- Sebastianus-Schützengesellschaft 1624, der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Weiden und der St. Hubertus-Schützengilde Morsbach begrüßen. Dennoch blieb Besucherzahl hinter den Erwartungen zurück. Was der Brudermeister nicht zuletzt deshalb bedauerte, weil der Erlös der Veranstaltung für einen caritativen Zweck bestimmt war. Umso herzlicher bedankte er sich bei allen Besuchern, die mit dazu beitrugen, dass einer in Not geratenen Familie geholfen werden kann.

19 Frauen — nicht nur Mitglieder der Bruderschaft — traten zu ihrem schießsportlichen Wettstreit an. Mit dem 179. Schuss brachte Irmgard Weirauch den ausgeschossenen Damenpokal in ihren Besitz. Da mehr und mehr die Dunkelheit herein brach, taten sich die Schützen mit dem Holz auf der Stange schwer. Um den Wettstreit zu Ende bringen zu können, mussten Scheinwerfer montiert werden. Gegen 21.30 Uhr machte Schießmeister Heiner Klinkenberg mit dem 276. Schuss dem Holz auf der Stange endlich den Garaus. Damit konnte er den begehrten Wanderpokal für ein Jahr lang in seine Obhut nehmen.

Sieht man von einem leichten Schauer ab, so war der Wettergott den Scherberger Schützen doch hold.

(ehg)