Alsdorf: Spuren der Zerstörung an der Gedenkstele beseitigt

Alsdorf: Spuren der Zerstörung an der Gedenkstele beseitigt

Die äußeren Spuren der Zerstörungswut sind kaum noch sichtbar. Mit schwarzem Steinkitt hat Steinmetzmeister Dieter Figurski Freitagmorgen die Stellen aufgefüllt, an denen Unbekannte aus dem Granit der Gedenkstele für jüdische Opfer des Naziregimes am Alsdorfer Luisenplatz Stücke herausgeschlagen hatten.

Die Kosten wird der Steinmetzbetrieb Jansen übernehmen, in dem die Stele entstanden war. „Wir sind sehr dankbar, dass das Denkmal so rasch wieder hergerichtet werden konnte”, sagt Dr. Stephan Saffer vom Arbeitskreis „Wider das Vergessen”, der die Stele initiiert hatte.

Zutiefst erschüttert

Die Betroffenheit hat das rasche Handeln indes nicht verringern können. Ein langes Gespräch mit dem Aachener Rabbiner Max Mordechai habe Saffer am Freitag geführt. Mordechai, der der Enthüllung der Stele im November beiwohnte, sei „zutiefst erschüttert. Es ist einfach ein Unding, dass solch ein Denkmal derart geschändet wird.”

Nun überlegt man, wie man die Skulptur künftig schützen kann. Ob dabei Kameras zum Einsatz kommen? „Das ist eine Möglichkeit, die wir erwägen”, sagt Saffer. „Fest steht, dass wir alles daran setzen werden, damit sich ein solch unglaublicher Vorgang nicht wiederholt.”

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