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Baesweiler: SPD: „Störfeuer” sind Vergangenheit

Baesweiler : SPD: „Störfeuer” sind Vergangenheit

Die schwere Niederlage scheint halbwegs aufgearbeitet zu sein. Der SPD-Ortsverein schaute zur Mitgliederversammlung aber nochmals zurück. Die Stadtratsfraktion der Sozialdemokraten schrumpfte auf sieben Mitglieder. Dem stehen 28 der Christdemokraten entgegen.

Vor diesem Hintergrund appellierte Bernd Pehle, Vorsitzender des OV und Fraktionschef, im Lokal Offergeld an seine Partei: „Gerade jetzt müssen wir den eingeschlagenen Kurs der Geschlossenheit weiter führen. Ich behaupte nicht, dass wir alle gesetzten Ziele erreicht haben. Aber wir dürfen und werden es nicht zulassen, dass die SPD Baesweilers wieder in den Trott verfällt, über Personen herzufallen, die in der Verantwortung stehen und ihnen die Schuld für das Abschneiden der Partei in die Schuhe schieben”.

Bernd Pehle sprach von „Störfeuer von außen”; vor und nach der Wahl hätten sich „altgediente Sozis” übers Konzept und den Allgemeinzustand der Partei in Baesweiler hinter vorgehaltener Hand ausgelassen.

Mehr noch lag ihm schwer auf dem Magen. Die Mitgliederzahl schrumpfte auf 261 Personen in drei Ortsverbänden. Vor zehn Jahren hatte allein der Ortsverein Stadtmitte 254 Mitglieder: „Wir müssen uns auf Veränderungen einstellen und dürfen es nicht mehr zulassen, dass wir uns nur mit uns selbst beschäftigen.” Die SPD habe sich um die Probleme der Bevölkerung zu kümmern, gab der Vorsitzende der Basis mit. Dazu gehöre auch, „endlich mit der Vergangenheit abzuschließen und thematisch durchzustarten”.

Unterstützung durch Martin Schulz

Unterstützung dürfe sich die SPD auch weiterhin vom Unterbezirkschef Martin Schulz MdEP ausrechnen. „Er war immer für uns und für mich da, und er wird es auch weiter sein”, versicherte Bernd Pehle.

Einmal blieb man an diesem Nachmittag noch in der Vergangenheit. Die Auszeichnung der Jubilare war Bernd Pehle und dem Stadtverbandsvorsitzenden Alfred Mandelartz eine angenehme Pflicht. Für 40-jährige Treue bekam Manfred Wermuth eine von Parteichef Franz Müntefering unterschriebene Ehrenurkunde sowie die Silberne Nadel. Edelmetall, Blumen und Urkunden nahmen auch entgegen Erika Counotte, Margarethe Ratzeburg, Heinrich Hermanns, Marlies Hermanns, Thomas Lohe, Hans-Josef Tümmler, Franz Dohmen und José Dohmen.