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Alsdorf: SPD sagt Nein zu Zwölf-Millionen-Sanierung

Alsdorf : SPD sagt Nein zu Zwölf-Millionen-Sanierung

Letzten Donnerstag gabs eine einstimmige Entscheidung in der gemeinsamen Sitzung von Schul- und Gebäudewirtschaftsausschuss - bei Enthaltung der SPD.

Doch im Hauptausschuss am Dienstag sah die Sache anders aus: In namentlicher Abstimmung, vom stellvertretenden CDU-Fraktionschef Franz Brandt verlangt, entschieden sich die Sozialdemokraten gegen das Verwaltungskonzept zur Sanierung des Gymnasiums in Ofden.

Ein solches Zwölf-Millionen-Projekt sollte erst „solide geprüft” werden, ehe man eine solch „weitreichende Entscheidung” treffe”, so der Kernsatz des SPD-Fraktionsvorsitzenden Gustl Rinkens. Er sprach von einem „Rausch der Gefühle”, dem sich die Kollegen hingegeben hätten - was Schulausschussvorsitzende Ulrike Wagner (CDU) scharf zurückwies. Trotz der Beteuerungen der Verwaltung blieb Rinkens dabei, dass es „nicht kalkulierbare Risiken zu Lasten der Steuerzahler” gebe, wenn ein gut 40 Jahre alter Bau wie das Gymnasium saniert werde.

Und dann ging er ins Detail: Seine eher rhetorische Frage, ob das Gymnasium oberhalb des Alsdorfer Weihers noch den richtigen Standort habe, beantwortete er selbst - indem er für einen Neubau den „Mariapark” an der Eschweilerstraße zwischen Schaufenberg und Mariadorf ins Gespräch brachte: Aus dem Raum Hoengen kämen die meisten Gymnasiasten - die angesichts ungünstiger Anbindung oft Schulen außerhalb Alsdorfs besuchen.

Als „völlig offen” geißelte Rinkens die Finanzierung. Die Verwaltung hätte zuerst die alles entscheidende Kommunalaufsicht fragen sollen, was geht. Eine „Denkpause” sei „bitter nötig” - ein Appell ohne Erfolg: Mit elf zu acht Stimmen wurde das Verwaltungskonzept abgesegnet.