Aquana und SEW: SPD-Fraktionschef Christoph Küppers widerspricht der CDU

Aquana und SEW : SPD-Fraktionschef Christoph Küppers widerspricht der CDU

Der Vorsitzende der Würselener SPD-Fraktion, Christoph Küppers, weist die Behauptung der CDU-Fraktion zurück, es sei eine Fusion der Würselener Stadtentwicklungsgesellschaft (SEW) mit der Betreibergesellschaft des Aquana geplant.

Dies hatte Küppers christdemokratisches Pendant Karl-Jürgen Schmitz unlängst im Rahmen eines Gesprächs mit unserer Redaktion gesagt und sich auf nicht näher benannte „Gerüchte“ berufen (siehe Bericht „Bürgermeister und SPD ‚im Visier‘“ aus unserer Dienstagsausgabe). Die Möglichkeit einer Fusion ist laut Schmitz vor dem Hintergrund der bevorstehenden Pensionierung des SEW-Geschäftsführers Manfred Zitzen zu sehen.

„Die Darstellungen der CDU sind grob unwahr und grotesk falsch. Die SPD plant keine Fusion von SEW und der Euregio Freizeitbad“, stellt dazu nun SPD-Fraktionsvorsitzender Küppers fest, der noch am Erscheinungstag mit einer umfangreichen Stellungnahme auf den Bericht reagierte.

Darin wehrt er sich auch gegen weitere Einlassungen von Karl-Jürgen Schmitz. „Die Entwicklung neuer Bauflächen in Würselen wird nicht blockiert. Es befinden sich acht Bebauungspläne für Wohnraum in der Aufstellung oder sind kürzlich rechtskräftig geworden: Kesselsgracht, Lindenplatz, Singergelände, Bardenberger Gässchen, Friedhofstraße, Tittelsstraße, Lümeth. Insgesamt entstehen über 500 neue Wohnungen, von denen rund 170 im sozialen Wohnungsbau errichtet werden“, schreibt Küppers. Und weiter: „Genauso wenig trifft es zu, dass die Verwaltung keinen Plan habe, was die Besetzung der Fachdienstleiterstellen betrifft. (...) Gemeinsam mit dem Bürgermeister hat der Personalausschuss über die Bestellung der Fachdienstleiter zu entscheiden.“

Auch zum Flughafen Merzbrück rückt Küppers einiges ins aus seiner Sicht richtige Licht: „Bei der Entwicklung des Flugplatzes Merzbrück ist 20 Jahre lang nichts passiert, weil die CDU von 1999 bis 2009 die Stadt in die Zahlungs- und Handlungsunfähigkeit getrieben hat.“ Ferner sei es „schlichtweg falsch“, dass es kein Konzept zur Nutzung der Realschule geben würde. Das Gebäude wird mindestens bis weit in die 20er Jahre als Schule genutzt. Nach dem Auszug der Realschule wird das Gebäude vom Gymnasium genutzt. Die Gebäude des Gymnasiums werden saniert.“

Zu den Erweiterungswünschen von Aldi und Lidl am alten Kaninsberg, denen Stadt und SPD voraussichtlich nicht entsprechen werden, stellt Küppers fest, dass die Bezirksregierung dies verbiete.

(red)