Herzogenrath: Spaß mit „Zitronengelbundgrünwieklee“

Herzogenrath: Spaß mit „Zitronengelbundgrünwieklee“

„Manche Dinge kann man nur farbig sehen, wenn man die Augen schließt“, weiß Liora Hilb. Auf Rollschuhen und mit Zitronen in den Händen betritt die Schauspielerin die Bühne in der Aula der Käthe-Kollwitz-Schule. Gedichte sind ihr Ding: Sie spielt mit Wörtern und lässt dabei ihrer Fantasie völlig freien Lauf.

Was für lustige Wortkreationen sie sich ausdenkt, davon werden an diesem Vormittag die rund 100 Kinder der ersten und zweiten Klassen der Dietrich-Bonhoeffer-Grundschule Zeuge. Sie sind zu Gast bei der Theatercollage „Zitronengelbundgrünwieklee“ des Theaters La Senty Menti, einem der Höhepunkte der Reihe „Theaterstarter“ in dieser Saison.

Schlicht ist das Bühnenbild, es kommt ganz allein mit einigen zitronengelben Stellwänden aus. Das intensive Spiel der Hauptdarstellerin zieht die Kinder schnell in ihren Bann. Auf ihren Rollschuhen fährt sie von der einen auf die andere Seite und jongliert dabei mit Zitronen. „Tomatenblaue Krawatten, grasrote Handschuhe, Hochzeitskleidschwarz, himmelbunte Punkte und erdbeergoldene Hüte kann man mit geschlossenen Augen sehen“, zählt Liora Hilb begeistert auf. Sie reiht bekannte und weniger bekannte Kinderreime hintereinander.

Nachträgliches Selberdichten und eine Aufarbeitung im Unterricht sind von den Theaterleuten übrigens ausdrücklich gewünscht. 45 Minuten vergehen wie im Flug. „Aufgezwackt und hingemotzt, angezickt und abgestotzt, jetzt die Kipfe auf die Bliesen, langsam butzen, tapfen, schniesen, dreimal schwupf dich, knitz dich, lüpf. Siehstewoll, da flatzt der Büpf“, meint Liora Hilb. Wie das schon klingt! Ziemlich lustig. Kein Wunder, dass der Applaus groß ist.

(nina)
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