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Nordkreis: Sondermüll: Der Andrang ist immer anders

Nordkreis : Sondermüll: Der Andrang ist immer anders

Gemächlich begann gestern früh für Cuma Tas, Mohamed El-Abdouni und Hamida Azzaoui die Tour mit dem Schadstoffmobil. Nur elf Einwohner von Würselen-Euchen lieferten in der einen Stunde, in der die drei mit ihren Containern vor Ort waren, alte Farb- oder Lackeimer, fast leere Dosen mit Haushaltschemikalien oder Pflanzenschutzmitteln, abgelaufene Medikamente, Leuchtstoffröhren, Batterien oder Elektrokleingeräte ab.

Da sind die AWA-Mitarbeiter von anderen Standorten anderes gewöhnt. In Broichweiden, der zweiten Station gestern, wurden sie beispielsweise schon von einem guten Dutzend Menschen erwartet, die ihren Sondermüll per Schubkarre, Auto oder Fahrrad herangekarrt hatten.

Absoluter Spitzenreiter aber ist Herzogenrath, war es zumindest im vergangenen Jahr und im Jahr davor: Bis zu 400 Frauen und Männer werden an manchen Tagen in einer Stunde am Schadstoffmobil bedient. „Da kommen wir gar nicht dazu, richtig zu zählen”, räumt El-Abdouni ein. Da werde geschätzt.

Eigentlich sei es ja auch egal, ob in einer Stadt 5264 oder 5161 Bürger die Gelegenheit nutzten, an der mobilen Sammelstelle kostenlos ihren für die Umwelt gefährlichen Müll zu entsorgen, meint Abfallberaterin Nicole Lürken.

Hauptsache, das Zeug lande nicht in einem Straßengraben, auf einem Feld oder im Wald. Aber erklären, warum die Herzogenrather das Schadstoffmobil deutlich besser annehmen als andere Nordkreiseinwohner, kann sie auch nicht.