Baesweiler: Sommerfest: Geschichtsverein macht Lust auf mehr

Baesweiler: Sommerfest: Geschichtsverein macht Lust auf mehr

„Wir können uns vor Arbeit kaum retten!“ Das sagt Catharina Scholten als Vorsitzende des Baesweiler Geschichtsvereins ohne sich zu beklagen. Denn die Arbeit machen sie und ihr Team aus Vorstand und Basis ausdrücklich gern.

Trotz der vielen Aufgaben bleibt für den Geschichtsverein Baesweiler immer noch eine Nische, um ein Sommerfest anzubieten. Natürlich auch mit einer Absicht im Hinterkopf: Damit sich möglichst der eine oder andere an der Geschichte Baesweilers Interessierte im Verein anmeldet.

Einblicke in die Archive

Zum Sommerfest bot der Verein Einblicke in seine Archive und vermengte das mit kleinen Ausstellungen, beispielsweise zum Thema Bergbau. Das interessierte viele, auch die einzelnen Eindrücke von den fünf Arbeitskreisen nahmen die Besucher sehr gerne mit. Der Geschichtsverein bietet Arbeitskreise zu den Themen „Erster Weltkrieg“, „Traditionsbetriebe in Baesweiler“, Archäologie“, „Forschung und Veröffentlichung“ sowie die „Familienforschung“ (Genealogie) an. „Wir sind gerade auch dabei, Totenzettel aus den verschiedensten Herkünften zu digitalisieren“, erklärte Geschäftsführer Günter Pesler und kündigte diesbezüglich eine Ausstellung an.

Pesler klärte auch darüber auf, dass der Geschichtsverein jeden Samstag digitalisiert und diese Ergebnisse auch dem Bürger zugänglich macht. In diesem Zusammenhang wies er auf das Findbuch hin, das ständig aktualisiert wird. Thema Aktualisierung: Im Archivraum hält der Geschichtsverein viele Dokumente, Bilder, Bücher und Aufzeichnungen vor, die — aus Zeitgründen — noch gar nicht bearbeitet sind. Allein deshalb könne man schon neue Mitglieder gebrauchen, um die Lasten der Arbeit auf noch mehr Schultern zu verteilen.

Bei Bier und leckerem Grillfleisch machten die Heimatforscher schon mal Appetit auf neue Veranstaltungen. Am 14. September gibt es im Rahmen des bundesweiten Tages des offenen Denkmals in Baesweiler eine Führung über den Hof Mänz in der Breitestraße. „Das ist eins der ältesten Gebäude Baesweilers“, warb Günter Pesler um Teilnahme an den Führungen, die von 14 bis 18 Uhr stattfinden. Zudem wird am 23. September (16 Uhr) in der Burg Baesweiler der Film „Im Westen nichts Neues“ gezeigt und am 28. Oktober referieren Peter Kullick und Günter Pesler zu aktuellen Themen.

(mas)
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