1. Lokales
  2. Nordkreis

Würselen: Solidarität mit HGG besteht Praxistest

Würselen : Solidarität mit HGG besteht Praxistest

Konferenzen in Schulen sind wenige Wochen vor den Sommerferien an der Tagesordnung. Ausnahmecharakter hatte da hingegen die Zusammenkunft im Heilig-Geist-Gymnasium (HGG).

Schulleiter Christoph Barbier und seine Stellvertreterin Maria Förster begrüßten einen illustren Kreis. Dr. Michael Stemmler stellte im Namen des Trägers, des Spiritaner-Ordens, Landrat Carl Meulenbergh, Bürgermeistern und Schuldezernenten der Nordkreis-Städte, Vertretern des Bistums und der Eltern die Finanzsituation des HGG vor.

Ein gutes Signal

Das positive Fazit: „Die Zukunft der Schule in ihrer heutigen Gestalt mit ihrem besonderen Profil ist gesichert”, erklärte Dr. Stemmler. Auch wenn der Spielraum immer enger werde, Kürzungen der Landeszuschüsse müssen unter anderem durch Umschichtungen aufgefangen werden, „die Finanzierung steht auf einem festen Fundament”.

Zu verdanken ist dies dem Engagement des Kreises Aachen, der Kommunen, des Bistums und nicht zuletzt der Eltern. Meulenbergh betonte: „Wir sind froh, dass sich die finanzielle Situation stabilisiert hat.”

2001 war der Vertrag über die Finanzierung mit langfristiger Perspektive zustandegekommen. An der jährlich aufzubringenden Summe beteiligt sich der Kreis mit 33 Prozent (100.000 Euro), Würselen mit 34 Prozent, Herzogenrath mit 16,5 Prozent, Baesweiler zahlt einen Pauschalbetrag von 10.000 Euro, das Bistum steuert 130.000 Euro bei.

Lediglich Alsdorf zahlte seinen 16,5-prozentigen Anteil aufgrund des desolaten Haushaltslage noch nicht. Kämmerer Helmut Klein stellte jedoch in Aussicht, dass sich die Verantwortlichen im Rathaus nach der Kommunalwahl im September sicherlich Gedanken machen würden.

Zusätzlich zum starken Einsatz des HGG-Fördervereins hat sich Mehrheit der Eltern bereiterklärt, im Durchschnitt zehn Euro pro Schüler im Monat zu überweisen.

Die 1075 Schüler stammen überwiegend aus dem Nordkreis. Der Landrat erinnerte daran, dass die Städte ein großes Problem gehabt hätten, die Schüler in ihren Gymnasien unterzubringen.

Zehn bis zwölf Klassen mehr pro Einrichtung hätte eine Schließung des HGG zur Folge gehabt, ganz abgesehen vom dem Verlust in der Trägervielfalt in der Schullandschaft. Auch Würselens Bürgermeister Werner Breuer sagte dem HGG „weitere größtmögliche Unterstützung zu”.

Schulleiter Christoph Barbier wertete es als „überaus positives Signal der Solidarität, Politiker, Lehrer und Eltern an der Seite zu wissen, die sich um das HGG kümmern”. Ein Signal, das bei denen, um die es sich schließlich drehe, sicher ankomme: bei den Schülern.