Baesweiler: Sinfonietta Regio in Baesweiler: Das Publikum ist begeistert

Baesweiler: Sinfonietta Regio in Baesweiler: Das Publikum ist begeistert

Musikstücke aus Ländern von Mexiko bis Wien, entstanden ab der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und im 20. Jahrhundert, sowie verschiedene Musikrichtungen hat die Besucher, die zum Konzert „Frühlingsstimmen“ der Sinfonietta Regio im Gymnasium Baesweiler erschienen waren, erwartet.

Unter der Leitung von Jeremy Hulin sind nach seinen Worten nur „freudige Stücke“ aufgeführt worden. Hulin war zwölf Jahre lang als Dirigent (1. Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor) am Aachener Theater tätig. 1999 wurde er zum Ehrendirigenten des Städtischen Chors Aachen benannt.

Vor ungefähr sieben Jahren gab Hulin das erste Mal ein Neujahrskonzert in der Region. „Die Idee war, gute Laune mit der Musik zu verbreiten und Frühlingsgefühle zu erwecken“, sagt der gebürtige Engländer. Es sei schon eine Herausforderung für ihn gewesen, so viele verschiedene Stücke aus unterschiedlichen Ländern zu vereinen. Die Arbeit habe ihm aber immer Spaß gemacht.

Durchaus ein wenig nervös wirkte er im Vorfeld. Unbegründet, wie sich bereits nach dem ersten Stück herausstellte, das mit reichlich Applaus bedacht wurde. Zu Beginn gab das Orchester die Ouvertüre der „Leichten Kavallerie“ von Franz von Suppé zum Besten. Im Anschluss folgten der Walzer „Frühlingsstimmen“ von Johann Strauß und „Slawischer Tanz“ von Antonin Dvorak. Mehrere musikalische Überraschungen, unter anderem Musik von Instrumenten aus Finnland und Argentinien, veranlassten die Zuschauer zu Standing ovations.

Als die russische Sopranistin Larisa Vasyukhina aus Russland das Lied an den Mond aus „Rusalka“ präsentierte, schaffte sie es mit ihrer kraftvollen Stimme, das Publikum emotional zu packen. Vasyukhina studierte Gesang in Kasan/Russland und in Köln, erhielt ein Sonderstipendium der russischen Föderation und war Finalistin des ersten Internationalen Mikhailovs-Gesangswettbewerbs in Russland. Momentan tritt sie am Theater Aachen in „Faust 1+2 #konzentriert“ auf.

Mit ihrer gefühlvollen Darbietung in Baesweiler, hat sie den einen oder anderen Zuschauer sogar zu Tränen gerührt.

Nach einer kurzen Pause folgten unter anderem die Ouvertüre „Der Barbier von Sevilla“ von Gioachino Rossini, „Fiddle-faddle“ von Leroy Anderson und „Letkiss“ von Rauno Lehtinen.

Das Publikum war hingerissen. Die 13-jährige Luisa Wirtz aus Eschweiler etwa ist seit frühester Kindheit musikbegeistert und kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus: „Ich bin jetzt das zweite Mal bei einem Konzert der Sinfonietta und wieder begeistert von den Darbietungen“, sagt sie. Sie ist selbst Musikerin und würde gerne dem städteregionalen Orchester „Sinfonietta Regio“ beitreten.

Interessierte und talentierte Mitspieler sind hier übrigens immer willkommen, einfach eine E-Mail senden an info@sinfonietta-regio.de.

(pia)
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