Herzogenrath: Serie hält an: Sprengversuch an Geldautomaten in Herzogenrath

Herzogenrath: Serie hält an: Sprengversuch an Geldautomaten in Herzogenrath

Erneut haben unbekannte Täter in der Region versucht, einen Geldautomaten zu sprengen. „Tatort in dieser Nacht war eine Bank auf der Bicherouxstraße“, meldete die Polizei am Mittwoch. Doch zur Vollendung der Tat kam es nicht. Warum die Täter ihr Vorhaben abbrachen, ist noch unklar.

Entdeckt hatte den Sprengversuch um 6.20 Uhr ein Angestellter der Bank. Er alarmierte Feuerwehr und Polizei. Ein Schlauch und weitere am Tatort vorgefundene Spuren ließen erkennen, dass offensichtlich Gas in den Automaten eingeleitet worden war oder zumindest eingeleitet werden sollte.

Da Gefahr bestand, dass sich möglicherweise noch Gas in dem Gerät befand, führte die Feuerwehr mehrere Messungen durch. Die Experten gaben aber Entwarnung. Die Polizei sperrte den Tatort weiträumig ab, die Spurensicherung tat ihre Arbeit.

Das Landeskriminalamt (LKA), das zu den zahlreichen Geldautomatensprengungen in Nordrhein-Westfalen eine Ermittlungsgruppe eingerichtet hat, wurde informiert.

Im gerade begonnenen Jahr ist es bereits die dritte Tat. Anfang Januar war der Versuch einer Automatensprengung in Würselen in der Schumannstraße ebenfalls gescheitert. Am 12. Januar knallte es dagegen um so lauter in einer Bank am Pontwall in der Aachener Innenstadt. Dort entstand auch hoher Gebäudeschaden. Die Täter waren mit ihrer Beute entkommen.

In Nordrhein-Westfalen waren im vergangenen Jahr 67 Geldautomaten von Gangstern mit Gasexplosionen angegriffen worden. In 38 Fällen gelang der Coup, in 29 Fällen scheiterten die Täter.

(red/pol/dpa)
Mehr von Aachener Zeitung