„Große Vereinigung“: Schwungvolles Geschenk aus Rumänien

„Große Vereinigung“ : Schwungvolles Geschenk aus Rumänien

Enge freundschaftliche Beziehungen pflegt die Stadt Herzogenrath zu ihrer rumänischen Partnerstadt. Damit verbunden ist der regelmäßige Besuch des großen Stadtfestes in Bistritz, das in diesem Jahr mit einem bedeutenden Ereignis der rumänischen Geschichte und Staatsbildung verbunden war: der „Großen Vereinigung“ alle Volksgruppen zu „Großrumänien“ vor 100 Jahren.

Delegationen aus den Partnerstädten — Besançon in Frankreich, Zielona Gora in Polen, Wels in Österreich, Rehovot in Israel und Wiehl im Oberbergischen sowie aus Herzogenrath — waren eingeladen.

Bürgermeister Christoph von den Driesch hatte sich mit dem Vorsitzenden des Städtepartnerschaftskomitees Herzogenrath, Reinhard Granz, und seiner Stellvertreterin Marita Robertz auf den Weg ins nördliche Siebenbürgen gemacht. Schon bei der offiziellen Eröffnung der Festtage im Kulturpalast wurde deutlich, wie wichtig für Bistritz die Partnerschaft mit Herzogenrath ist.

Zukunft in Europa

Der Bistritzer Bürgermeister Ovidiu Cretu betonte in seiner Ansprache, dass sich Rumänien aus der Tradition heraus erfolgreich entwickelt habe und seine Zukunft in Europa sehe. Bürgermeister von den Driesch erinnerte in seiner Grußbotschaft an die schönen Erfolge der langjährigen Städtepartnerschaft und wies eindringlich auf die bedeutsame Rolle Rumäniens in Europa hin, besonders wenn das Land 2019 die Ratspräsidentschaft in der EU übernehmen werde.

Beeindruckt von der Offenheit, Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Bistritzer sagt der Vorsitzende des Partnerschaftskomitees: „Wir müssen die Beziehungen zu unserer Partnerstadt Bistritz nicht nur fortsetzen, wir müssen sie für ein zuverlässig handelndes Europa im Kleinen intensivieren und nach neuen Wegen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit suchen.“ Höhepunkt war das feierliche Zeremoniell am Heldendenkmal, mit militärischen Ehren wurde der Gründung Großrumäniens gedacht.

Auftritt anlässlich des Jubiläums

Anlässlich der „Großen Vereinigung“ vor 100 Jahren macht Bistritz auch der Stadt Herzogenrath ein Geschenk: einen Auftritt der professionellen Tanzgruppe „Conuna de pe Somes“. Am Sonntag, 23. September, wird die Gruppe in der Aula des Schulzentrums, Bardenberger Straße 72, auftreten.

Das Städtepartnerschaftskomitee Herzogenrath und das Kulturamt laden zu einem „furiosen, begeisternden Abend“ herzlich ein. Als Vorzeige-Ensemble des Bistritzer Volkstums wurde „Cununa de pe Somes” 1968 gegründet. Volkstänze aus verschiedenen Gebieten der historischen rumänischen Provinzen, dargeboten in authentischen Trachten mit spielenden und singenden Solisten gehören zum Repertoire.

2017 wurde „Cununa de pe Somes” ein professionelles Ensemble unter der musikalischen Leitung von Alexandru Demeter. Die Ballettgruppe wird von dem Choreografen Teodor Puca geleitet. Gesangssolisten sind Petre Petruse und Marioara Sigheartu. Die Folklore-Gruppe ist zurzeit auf einer ausgedehnten Europatournee.

(red)
Mehr von Aachener Zeitung