Würselen: Schwestern setzen auf Gute-Laune-Musik

Würselen: Schwestern setzen auf Gute-Laune-Musik

Schlagermusik findet immer größeren Zulauf. Die Quoten belegen das. Weg vom Image des schmachtenden Gesangs von der heilen Welt wollen die Künstler vor allem eins vermitteln: gute Laune.

So auch die Gruppe „Rosen Rot”. Das Geschwisterduo hat gerade ein neues Lied aufgenommen. Eine Plattenfirma haben sie auch gefunden, die die Single rausbringt, sie soll noch vor Weihnachten erhältlich sein.

Mit Jürgen Drews aufgetreten

Die Schwestern Alexandra Schöner und Kerstin Wirtz, die sich als Sängerinnen nur Alex und Kerstin nennen, sind schon mit Schlagern aufgewachsen. „Unsere Eltern haben sehr viel Schlager gehört”, erklärt Alex. Das prägte die beiden. Wenn sie selber auf der Bühne stehen, wollen sie allerdings „frecher” sein, als es die Sänger des klassischen Schlagers sind. „Unsere Musik ist nicht so weich und brav. Wir wollen Stimmung machen und die Leute mit viel Power mitreißen”, sagt Kerstin. Die beiden bezeichnen ihre Musik als Popschlager á la Michael Wendler.

Wie sie ihr Publikum animieren, wissen die beiden nur zu gut. Denn sie bringen eine Menge Bühnenerfahrung mit. Beide singen in Coverbands und sind durch ihre Familie musikalisch vorgeprägt. Vater, Oma, Fetter - jeder konnte singen. „Ich hatte nie Gesangsunterricht. Ich habe als Backgroundsängerin in der Band meines Vetters angefangen. Da habe ich sehr viel gelernt”, sagt Alex.

Wichtig ist den beiden auf der Bühne natürlich zu wirken. „Man muss authentisch sein. Wenn man diese Art Musik macht, muss man voll dahinter stehen, sonst merken die Fans das irgendwann”, sagt Alex.

Da stört es die beiden auch nicht, dass sie manchmal schief angesehen werden, wenn sie erzählen, dass sie Schlagermusik machen. „Manchmal wird man dafür schon belächelt”, aber davon lassen sie sich nicht unterkriegen. Um Authentizität zu bewahren, singen sie auf der Bühne stets live. „Die Musik kommt ja schon vom Band. Dann wollen wir schon live singen. Wir wollen ja zeigen, was wir können”, sagt Kerstin.

Ihr bisheriger Erfolg gibt ihnen Recht. Eine kleine Fangemeinde hat sich schon etabliert. Zudem sind in ganz Deutschland und im Ausland unterwegs. Im Rahmen einer Tour standen sie schon mit Schlager-Urgestein Jürgen Drews auf der Bühne. „Das war eine ganz tolle Sache, ein richtig gutes Gefühl”, sagt Alex.

Das Projekt ist einmalig

Als Geschwisterduo sind Alex und Kerstin erst seit ein paar Monaten unterwegs. Als Alex erste Partnerin nicht mehr im Schlagerbereich auftreten wollte, fragte sie kurzerhand ihre Schwester, ob sie mitmachen wolle. Dieser Wechsel fiel sehr leicht. „Ich kannte die Musik schon auswendig. Ich hätte sofort mit Alex auf die Bühne gehen können”, sagt Kerstin. Denn: „Die Chemie stimmt einfach bei uns.” Beste Voraussetzungen also. Das Ziel der beiden ist der Durchbruch in die Charts. Alex: „So ein Projekt gibt es noch nicht. Es gibt kein Duo im Popschlager-Bereich. Diese Lücke wollen wir füllen.”