Alsdorf: Schulweg in Warden und Müschekamp soll sicherer werden

Alsdorf: Schulweg in Warden und Müschekamp soll sicherer werden

Die Sicherung des Schulwegs war Thema eines Elternabends in der Katholischen Grundschule Begau. Rund 100 Schulkinder aus Warden und Müschekamp müssen auf ihrem Weg zu Schule womöglich eine Unterführung an der K10 passieren, eine Autobahnbrücke und eine längere Strecke über freies Feld gehen.

Ein Antrag der CDU-Fraktion hatte das Thema zunächst in den Stadtrat und jetzt ins Elterngespräch gebracht.

Als ungeeignet für Schüler im Grundschulalter hatte die Polizei den Schulweg ab dem Wardener Sportplatz nach einer Begehung eingestuft. Schuldezernent Stephan Spaltner und die Amtsleiterin des Sachgebietes Schule, Anke Libber, erläuterten den Stand der Dinge. Spaltner: „Die Stadt wird prüfen, wie man den Schulweg sicherer machen kann.” Man habe bereits die Beleuchtung entlang des Weges gereinigt und Sträucher zurückgeschnitten.

Der Dezernent zeichnete weitere Möglichkeiten auf: Von einer Elterninitiative, um Kinder zu begleiten, über die Einstellung eines Begleiters bis hin zum Einsatz zusätzlicher Busse, um die Kinder zur Schule zu fahren. „Wir sind alle gemeinsam in der Verantwortung.”

Auch Amtsleiterin Anke Libber plädierte dafür, gemeinsam die Sache auf den Weg zu bringen. Es war bei der Veranstaltung erkennbar, dass die Verwaltung auf eine Elterninitiative setzt - schon aus Kostengründen. Doch dürfte das nicht einfach zu realisieren sein. Dies ergab sich aus Stellungnahmen anwesender Mütter, die eine Reihe organisatorischer Fragen aufwarf. Was geschehe etwa, wenn Wegbegleiter plötzlich erkranken oder die Schule später beginne oder früher ende? Dies müsse man organisieren, gab Spaltner zu verstehen. Die Stadt würde jedenfalls die Eigeninitiative von Eltern unterstützen - wobei nicht klar wurde, wie diese Unterstützung aussehen könnte.

„Keinen Präzedenzfall schaffen”

Stadtverordneter Dieter Lothmann (CDU) wies darauf hin, dass bei einer Begleitung durch die Eltern mindestens drei Erwachsene benötigt würden. Wenn man bedenke, was die Stadt für Großobjekte bezahle, „sollten doch eigentlich 11.000 bis 15.000 Euro für die Sicherheit der Schulkinder kein Problem sein”. Mit dieser Ansicht zeigte sich Spaltner nicht einverstanden. „Sie machen mir mit ihrer Aussage die Lösung nicht einfacher. Wir müssten das Geld an anderer Stelle einsparen. In Alsdorf gibt es keinen Schulweg, den man absolut als sicher bezeichnen kann. Daher können wir hier keinen Präzedenzfall schaffen, der eine Kettenreaktion auslösen würde.”

Die Schulpflegschaftsvorsitzende Marietta Schmitz sagte, dass nicht alles zu Lasten der Eltern gehen könne. Bislang hätten viele Eltern eine funktionierende Schulwegbetreuung organisiert. Sie kritisierte, dass nicht alle diese Eltern zum Abend eingeladen worden seien. Dazu sagte Schulleiter Heinz Günther Dohm, dass er nach Rücksprache mit der Stadt alle Kinder notiert habe, die den Schulweg zu Fuß zurückzulegen. Diese Eltern seien eingeladen worden: 27 von rund 100 möglichen Elternpaaren.

Eine Mutter gab zu bedenken, dass oftmals beide Elternteile berufstätig und nicht in der Lage seien, die Sicherheit des Schulweges ihrer Kinder im größeren Umfang zu organisieren. Dennoch erklärte sich zum Schluss eine Mutter bereit, bis zum Ende des laufenden Schuljahres zur Verfügung zu stehen.

Die Schulpflegschaftsvorsitzende plädierte dafür, alle Eltern zu einer weiteren Besprechung einzuladen, damit sich kein Elternteil übergangen fühlen könne. Dieser Termin soll am Donnerstag, 16. Dezember, 19 Uhr, erneut in der Grundschule stattfinden.