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Würselen: Schuhkartons voll Herzblut

Würselen : Schuhkartons voll Herzblut

65 Schuhkarton, liebevoll von kleinen Kinderhänden gepackt und in Geschenkpapier eingebunden, warten in der DRK-Kindertagesstätte „Villa Regenbogen” und bei der Elternratsvorsitzenden Christiane Oelsen zu Hause darauf, nach Eschweiler transportiert zu werden.

Dort, bei der Firma Pitow, werden die Kartons dann mit vielen anderen zusammen eingeladen und in ein Kinderheim ins rumänische Turnu Severin gebracht. „Wärme und Seife statt Geld” - die diesjährige Schuhkarton-Aktion der Eschweiler Firma beschert zum fünften Mal den rumänischen Kindern ein schönes Weihnachtsfest.

Mit Kindern aus Rumänien teilen, wie es St. Martin getan hätte - lebensechter hätten die Kinder das Thema gar nicht erleben können, sagt Erzieherin Michaela Laser. Die Kinder ihrer Gruppe konnten sich gut vorstellen, dass es für es für ihre rumänischen Altersgenossen gar nicht selbstverständlich ist, eine Zahnbürste zu haben. Oder gar Malstifte... „Die Kinder da haben nicht so viel Geld, sie sind ganz arm”, weiß die vierjährige Hanna.

Jedes der Kindergartenkinder hat etwas mitgebracht, um die Schuhkartons zu packen. Alle Kartons müssen gleich gefüllt sein mit Seife, Zahnpasta, Zahnbürste, Shampoo, Creme, zwei Rollen Vitamin-Brausetabletten, einem Malblock, Buntstiften und einem Schal. „Wir haben gemerkt, wie sensibel die Kinder für diese Thematik sind”, erzählt Michaela Laser, wie die Kinder ihre Eltern bedrängt haben, um eine Spende abgeben zu können.

„In den Kartons steckt Herzblut, einige Kinder wollten sogar ihre liebsten Kuscheltiere spenden”, freut sich Christiane Oelsen über die große Anteilnahme. „Die Kinder in Rumänien werden sich über diese hier alltäglichen Dinge freuen. Hygieneartikel sind unerschwinglich, Süßigkeiten oder Malstifte der pure Luxus”, sagt Frau Oelsen. Unterstützt wurden die Kindergartenkinder von Schülern der Grundschule Friedrichstraße, die ebenfalls fleißig Kartons sammelten.

Vor drei Jahren, als die Schuhkarton-Aktion noch am Anfang stand, kamen gerade mal 253 Kartons zusammen. Dieses Jahr rechnet Juliane Thöneböhn, Mitarbeiterin der Firma Pitow, mit über 1000.

Berthold Pitow wird sie mit rumänischen Geschäftspartnern an Ort und Stelle abliefern und auch an Straßenkinder in Rumänien verteilen, in Krankenhäuser gehen, die ärmsten der armen Familien besuchen.