Würselen: Schützen machen beste Werbung in eigener Sache

Würselen: Schützen machen beste Werbung in eigener Sache

Bisher hatte Bürgermeister Arno Nelles den Majestäten des Bezirksverbands Würselen im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften am Ende der Saison die Ehre, die ihnen gebührte, im großen Sitzungssaal bei einem Empfang erwiesen.

Auf Wunsch der Schützen fand er in diesem Jahr erstmalig, integriert in das Oktoberfest-Programm, „in aller Öffentlichkeit“ auf der Bühne vor dem Rathaus statt. Ihr Anliegen war dabei, Interesse am Schützenwesen das Jahr über zu wecken, was ihnen in 2017 gelungen sein dürfte. Bezirksbundesmeister Karl-Josef Offermanns freute es, die geladenen Würdenträger — bis auf wenige Ausnahmen — alle begrüßen zu dürfen, nachdem sie unter den Klängen des Bundestambourkorps „Alte Kameraden“, aufmarschiert waren.

Zum Ehrenmitglied ernannt: Willi Reim.

Zu Gast waren auch die Repräsentanten der beiden übrigen in Würselen gepflegten Brauchtümer, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Würselener Jungenspiele, Hans Maaßen, und der Präsident des Komitees Würselener Karneval, Hans Sinken. Sie bekundeten durch ihre Anwesenheit die enge Verbundenheit von Schützenwesen, Jungenspiel und Karneval. Bei den Repräsentanten der ortsansässigen Geldinstitute, SK-Gebietsdirektor Lothar Müller und VR-Geschäftsführer Josef Clemens, bedankte sich Offermanns für deren finanzielle Unterstützung.

Auf die lange Tradition des Schützenwesens hob Bürgermeister Nelles in seinem Grußwort ab. Er bedankte sich bei den Schützen für deren gesellschaftliches Engagement. Mit der Verlegung des Empfangs vor die Tür des Rathauses habe man die richtige Entscheidung getroffen. Für die Majestäten gab es nicht nur einen Händedruck. Vielmehr „dekorierte“ Nelles sie auch mit einer Erinnerungsplakette. Was von zahlreichen Fotografen im Bild für die Nachwelt festgehalten wurde.

Würdenträger vorgestellt

Bei der Vorstellung der einzelnen Würdenträger begann Offermanns mit denen der ältesten Bruderschaft, der St.-Sebastianus-Schützen-Gesellschaft 1624, mit König Dr. Horst-Josef Peltzer und Ehrenkönig Hans-Josef Bülles, der wegen der Wahl verhindert war. Es folgte die St.-Sebastianus-Bogenschützen-Gesellschaft 1880 mit Prinz Cedric Crumbach, Stadtprinz Steffen Gösgens, König Guido Carl sowie Ehrenkönig und Stadtkönig Alfred Juchems.

Die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Weiden 1804 wurde repräsentiert durch König Egon Donath, Kaiser Willi Reim, Ehrenkönig Karlheinz Boeke, Schülerprinzessin Tamara Jüttemann, Jugendprinz Sven Kroppenberg und Bezirksjugendprinz Pierre Mertens. Von der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft 1678 Bardenberg grüßten König Willi Kuntz und Ehrenkönig Gerd Bertram. Da die St.-Antonius-Schützenbruderschaft 1908 Niederbardenberg nach wie vor dem Bezirksverband Würselen angehört, hatte auch sie ihre Würdenträger entsandt: Schülerprinz Julian Grafen, Jugendprinz Patrick Janz und König Wilfried Kremer. Entschuldigt war Bezirkskönig Udo Schütter.

Die St.-Hubertus-Bogenschützen Bardenberg 1903 stellten König Ralf Simons, Ehrenkönig Herbert Kleinemeier und Prinz Florian Langneff vor. Stolz war die Salmanus-Bogenschützen-Gesellschaft 1899 vor allem auf ihren Ehrenkönig Stefan Kuhz, der nach zwei Jahrzehnten seiner Gesellschaft wieder einen Grenzlandkönig beschert hatte. Aber auch auf ihren mehrmaligen König Manfred Bendig.

Hoher Bruderschaftsorden

Mit einer ganzen Reihe von Würdenträgern wartete die St.-Hubertus-Schützengilde 1879 Würselen-Morsbach auf: mit Schülerprinzessin Angelina Wolf, Jugendprinz Dennis Gülpen, Königin Gabriele Schmidt, Ehrenkönigin Susanne Dederichs, Dorfkönig Monika Desgronte, Dorfprinz Niklas Hackert und Bezirksschülerprinzessin Anja Pietschmann.

Last but not least lenkten die erfolgreichen Schützen der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft 1894 Scherberg das Interesse der „Öffentlichkeit“ auf sich: Schülerprinz Benedikt Bosch, Prinz Nils Weirauch, Kaiser Heinz Thunig, Ehrenkönig Kevin Beissel und Damenkönigin Renate Grundei. Als Inaktive des Verbands grüßten Brudermeister Wilhelm Pütgens von der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Euchen 1601 und der Brudermeister der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Linden-Neusen 1601, Alexander Kleiker.

Zwei Ehrungen nach Bundesmeister Offermanns vor. Ob seiner vielen Verdienste um das Schützenwesen im Verband ernannte er Willi Reim zum Ehrenmitglied. Für 24 Jahre engagierte Vorstandsarbeit bedankte er sich bei Schießmeister Alexander Beckers. Im Auftrag des Bundes verlieh er ihm den Hohen Bruderschaftsorden mit der vom Hochmeister Dr. Emanuel Prinz zu Salm Salm obligaten Urkunde. Im Anschluss an den Empfang mundete auf dem Oktoberfest das Bier und andere Getränke. Geselligkeit war Trumpf.

(ehg)