Herzogenrath: Schüler bestücken den Raum voller Fragen an die Welt

Herzogenrath: Schüler bestücken den Raum voller Fragen an die Welt

„Der wahre Sinn der Kunst liegt nicht darin, schöne Objekte zu schaffen. Es ist vielmehr eine Methode, um zu verstehen. Ein Weg, die Welt zu durchdringen und den eigenen Platz zu finden“ — von diesem Zitat von Paul Auster haben sich jetzt rund 90 Schülerinnen und Schüler der Europaschule Herzogenrath inspirieren lassen.

Im Kunstunterricht sowie unterrichtsbegleitenden Kunstprojekten entstanden Gemälde, Skulpturen und Installationen, die im Forum für Kunst und Kultur in der Euregio im Eurode Bahnhof ausgestellt sind. Die mehr als 100 Arbeiten stehen unter dem Titel „Showroom 1.0“.

„Glück ist ein Zufallsfaktor“

„Das ist ein geschaffener Raum voller Fragen an die Welt. Die Schüler haben sich unterschiedlichen Fragestellungen an ihre Welt gestellt und diese künstlerisch beantwortet“, erklärt die Kulturbeauftragte der Gesamtschule, Imke Voigt. Urbanisierung, Kommunikation und ihre Wirkung auf die Gesellschaft, die eigene Welt der Jugendlichen und die Sicht auf das eigene Ich waren die Themen, mit denen sich die Teilnehmer beschäftigt haben.

Auffallend ist eine Schachbrett-Installation, eine Gruppenarbeit des Jahrgangs 7 b, im Hauptraum des Forums. Verschiedene Metropolen wie zum Beispiel London und Paris sind zu sehen, das Meer, die Wüste und das Weltall. Die Namen der beteiligten Schüler sind in das Schachbrettmuster integriert. Zwei Schachfiguren stehen als Hingucker vor den Gemälden. Zitate zum Thema „Glück“ schmücken die Wand, zum Beispiel: „Das Glück ist ein Zufallsfaktor.“ Maurice Vicek aus der Jahrgangsstufe 7 hat in einem Gemälde ein „RAP Universum“ erschaffen. Um die Jugendsprache dreht sich die Installation „Ey Alter!“ von Berna Cinar aus der Jahrgangsstufe 12. Robin Quix, Christina Dregger und Lara Kohnle haben ein Fahrrad aus Alltagsgegenständen und Abfallprodukten gebaut, sich somit mit Natur und Urbanität sowie der Nachhaltigkeit auseinandergesetzt.

So wie es Paul Auster in seinem Zitat beschreibt, haben die Jugendlichen ihre eigene Bild- und Formensprache in der Auseinandersetzung und Durchdringung ihrer Welt geschaffen. „Dabei sind vielfältige Arbeiten aus den unterschiedlichen bildkünstlerischen Bereichen entstanden“, freut sich Forumsleiter Professor Fritz G. Rohde über die Kreativität des künstlerischen Nachwuchses. Die Ausstellung „Showroom 1.0“ ist bis zum 2. Mai (15 bis 18 Uhr) im Forum für Kunst und Kultur zu sehen.

(nina)
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