Würselen: Schlaganfallzentrum am MZ ist gestartet

Würselen: Schlaganfallzentrum am MZ ist gestartet

Der neue Computertomograph (CT) am Medizinischen Zentrum (MZ) in Würselen ist nur ein Teil des nun eröffneten neuen interdisziplinären Schlaganfall-Zentrums. Dennoch ist es ein wichtiger Teil, wie Professor Dr. Christoph Kosinski als Medizinischer Leiter des MZ, bei der Vorstellung betonte.

Denn neben dem Tempo, mit dem ein Schlaganfallpatient eingeliefert werden kann, ist auch die passende Diagnostik ein wichtiges Thema für die jährlich rund 1300 Schlaganfall-Patienten im MZ.

Eine kürzere Zeitspanne von einem Anfall bis zur ersten Behandlung kann alleine schon durch den neuen Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach des MZ-Neubaus am Standort Marienhöhe eingehalten werden. Dazu kommt die so genannte „Stroke Unit“ — das MZ in Würselen ist neben dem Aachener Klinikum das zweite Schlaganfall-Zentrum in der Region und eins von mehr als 200 zertifizierten Zentren in ganz Deutschland — mit speziell geschultem Team.

Letztlich gibt es mit dem neuen Angiographieplatz, der es Chefarzt Prof. Dr. Georg Mühlenbruch ermöglicht, Gerinnsel aus dem Kopf des Patienten zu holen, noch ein neues, spezialisiertes Operationsverfahren. Rund 3000 Schlaganfälle pro Jahr alleine in der Region Aachen und rund 165.000 deutschlandweit zeigten, so schloss Kosinski, dass diese Erkrankung nicht nur die dritthäufigste Todesursache in Deutschland nach Herzinfarkt und Krebserkrankungen ist. Sie ist auch für rund eine Million Betroffene die Ursache für eine lebenslange Behinderung.

Ursache für einen Schlaghanfall ist in über 80 Prozent eine „Ischämie“, die durch eine Verengung oder einen Verschluss einer zum Hirn führenden Arterie verursacht wird. Die typischen Schlaganfallsymptome sind halbseitige Lähmungen, halbseitige Gefühlsstörungen, Sprachstörungen oder Sehstörungen. Auch bei scheinbar milder Symptomatik sollte der Patient auf einer Stroke Unit behandelt werden.

(mabie)