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Alsdorf: Schaufenberger Kirche wird saniert

Alsdorf : Schaufenberger Kirche wird saniert

Pastor Christian Kittels Blick wandert den Kirchturm hinauf in den grau-bedeckten Himmel. An der Spitze dieses Turms der Pfarrkirche St. Mariä-Heimsuchung, in etwa 45 Metern Höhe, glänzt trotz des trüben Lichts vor dunklen Wolken ein goldener Hahn.

„Es ist unser alter Hahn, nur mit Blattgold verschönert”, erzählt Pastor Kittel. Zur Turmsanierung war er, genau wie das alte Kreuz und die große Kugel, abmontiert worden. „Als ich den Hahn sah, hatte ich die Idee, ihn vergolden zu lassen.”

Auf dem neuen Kreuz thront jetzt weit sichtbar das Sinnbild der katholische Kirche in güldenem Glanz. Etwa zehn Kilogramm wiegt das Prachtstück. Darunter ein ganz neues Kreuz aus Edelstahl.

„1933 wurde der Grundstein für die Kirche gelegt, 1935 die erste Messe gehalten und 1937 wurde dann der Turm fertig gestellt”, erzählt der Pfarrer. Also hatte auch das Kreuz 70 Jahre Wind und Wetter getrotzt.

Ebenso wie die Kugel darunter: „Ich habe als Pfarrer auch die Pflicht zur Substanzerhaltung der Kirchengebäude. Wenn diese Kugel vom Turm gefallen wäre, dann wären wir in Teufels Küche gekommen”, begründet Christian Kittel die Sanierungsarbeiten. Neben dem Turmdach wurde wegen Sturzgefahr für die Kirchenbesucher auch gleich das Seitenportal erneuert.

Das Bistum habe sehr schnell reagiert und entsprechende finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, erläutert Pastor Kittel. Die Baumaßnahmen zur Turmsanierung und zur Erneuerung des Seitenportals hatten 43.000 Euro gekostet - ohne den Hahn: 27.000 Euro flossen aus Kirchensteuermitteln vom Bistum Aachen, den Rest schulterte die Schaufenberger Pfarrgemeinde aus Reparaturrücklagen.