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Herzogenrath/Aachen: RWTH Aachen und Kohlscheider Gesamtschule kooperieren erfolgreich

Herzogenrath/Aachen : RWTH Aachen und Kohlscheider Gesamtschule kooperieren erfolgreich

Erfolgreich ist die Zusammenarbeit der RWTH Aachen mit der Gesamtschule in Kohlscheid. Schon zum vierten Mal haben sich Technikgruppen der Schule im Institut für Eisenhüttenkunde (IEHK) umgesehen. Technik zum Anfassen und Mitmachen, Experimentieren dürfen und Einblicke erhalten in Gebiete, die so in der Schule nicht vermittelt werden können, ist ein besonderes Privileg, das die Fünftklässler mit sichtlicher Begeisterung und Interesse nutzten.

Unter der Leitung der beiden Werkstoff-Ingenieurinnen Eva Robens und Kirsten Dahmen ist es den Mitarbeitern des Instituts auch diesmal wieder gelungen, wissenschaftliche Zusammenhänge auch für junge Schüler interessant und verständlich zu präsentieren.

Metalle können sich erinnern

An verschiedenen Stationen erfuhren die kleinen Forscher interessante Dinge über den Einfluss von Temperatur auf verschiedene Stähle, lernten anschaulich, dass es Metalle gibt, die sich an ihre ursprüngliche Form erinnern, wenn man sie verbiegt und nachfolgend mit heißem Wasser übergießt, und dass Metalle beim Umformprozess Wärme entwickeln.

Besonderes Interesse weckte ein Versuch mit flüssigem Stickstoff, in den mit Luft oder Wasser gefüllte Luftballons getaucht wurden. Wie Stahlproben zerrissen werden, konnten die Schüler eindrucksvoll an einer Maschine verfolgen, an der Stahlteile zum Beispiel für die Autoindustrie auf ihre Qualität überprüft werden.

Die engagierten Mitarbeiter des Teams gingen auf die vielen Fragen der Schüler ein und erklärten die Zusammenhänge mit großer Geduld. Egal, ob Fotos mit der Wärmebildkamera gemacht oder verschiedene Alltagsgegenstände unter dem Mikroskop betrachtet wurden, immer gab es eine Parallele zu praktischen Anwendungen aus der Forschung und der Arbeitswelt.

„Strahlende und staunende Augen zeigen, dass diese Form des Unterrichts begeistert und zu nachhaltigem Lernen führt“, sagt Direktorin Barbara Onkels. Auch die Kinder dieser Gruppe durften wieder selbst Hand anlegen. „Näpfchenziehen“ heißt ein Verfahren, das deutlich macht, wie zum Beispiel Getränkedosen gefertigt werden. In einem chemischen Prozess wurden Figuren aus Stahlblech mit einer Kupferschicht überzogen.

Jedes Kind durfte diese Verfahren unter Aufsicht selbst ausführen und die fertigen Resultate mit nach Hause nehmen. Bereits bei jungen Schülern das Interesse für die Werkstoffprüfung zu wecken und besonders Eisen und Stahl in den Fokus zu nehmen, ist das Ziel des Aachener Instituts. In einigen Jahren wird es vielleicht einige Studierende am Institut für Eisenhüttenkunde geben, für die der Grundstein zur Studienwahl beim Besuchstag gelegt wurde.