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Alsdorf: RP genehmigt Million fürs Annagelände

Alsdorf : RP genehmigt Million fürs Annagelände

Es kann weiter gehen mit dem Aufbau und der Belebung des Annaparks. Wie am Montag bekannt wurde, hat der Regierungspräsident in Köln eine Million Euro bewilligt, um auf dem Terrain neue Baufelder vorzubereiten, auf dem vor 14 Jahren der Bergbau eingestellt wurde.

Die Mittel stammen aus dem Stadterneuerungsprogramm und waren für diesen Zeitpunkt festgeschrieben, bestätigte eine Sprecherin der Behörde auf Anfrage. Zu den Anwendungen für die Baugrundverbesserung, die im Ziel genannt werden, zählen nicht nur die noch freien Baufelder, sondern auch der neue zentrale Bushof.

Ehrgeiziges Ziel

Das harmoniert zeitlich ausgezeichnet mit einem anderen Ziel, das die Stadt in ehrgeiziger Arbeit umgesetzt hat - dem Flächennutzungsplan. „Geschafft!”, freute sich darüber Bürgermeister Wolfgang Schwake. „Nach einem mehrjährigen intensiven Dialog mit unseren Bürgern ist der neue Flächennutzungsplan für die Gesamtstadt rechtswirksam.” Er dient nun Rat und Verwaltung für die nächsten zehn bis zwanzig Jahre als Richtschnur in Sachen Stadtplanung.

Der Bürgermeister dankte den Bürgern für deren engagierte Anregungen, dem Team seines Planungsamtes sowie dem Kreis Aachen und der Bezirksregierung Köln für ein zügiges Genehmigungsverfahren. „Ausreichende Flächenreserven für Wohnungs- und Gewerbebau, Integration der ehemaligen Bergbauflächen in das Siedlungs- und Landschaftsgefüge, ein klares Zentrenkonzept und viel Ökologie,” auf diese Kernaussagen führt der Bürgermeister das Plankonzept zurück.

Höchste Siedlungsdichte der Region

Hatte der alte Flächennutzungsplan aus den 70er Jahren die vorrangige Aufgabe, die damalige kommunale Neugliederung stadtplanerisch zu verarbeiten, so stand die Formulierung eines räumlichen Leitbildes für Alsdorfs Stadtentwicklung nach der Kohlezeit im Zentrum der jetzigen Überlegungen. Alsdorf ist die Stadt mit der höchsten Siedlungsdichte der Region. Daher war den Planern der schonende Umgang mit Freiraum und die Entwicklung der Landschaft ein besonderes Anliegen.

„Das Grünkreuz integriert die fünf großen Alsdorfer Bergehalden, das Broichbachtal, die Tageserholungsanlage, den Mariapark und die großen Landschaftsteile des Industrieparks zu einem immer deutlicher erlebbaren Landschaftszusammenhang. Dieses Konzept dient dem Naturschutz ebenso wie unseren Erholung suchenden Bürgern und den Gästen der Stadt”, sagt Harald Richter, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung.

Bild positiv verändern

Bürgermeister Wolfgang Schwake setzt darauf, dass der Stadtrat in den kommenden Legislaturperioden konsequent die Leitlinien des neuen Flächennutzungsplans in die Wirklichkeit umsetzt, Stück für Stück. „Alsdorf wird in der Laufzeit dieses Planes sein Bild nach innen und außen weiterhin sehr zum Positiven ändern. Die Baudenkmäler und Berge der ehemaligen Bergbaustadt werden dann entscheidende Zukunftsaufgaben für die Zeit nach der Kohle übernommen haben.”