1. Lokales
  2. Nordkreis

Herzogenrath/Kerkrade: Rolduc feiert ein ganzes Jahr lang

Herzogenrath/Kerkrade : Rolduc feiert ein ganzes Jahr lang

Wo es 900-jährige Geschichte zu feiern gilt, ist ein einziger Festakt zu wenig. Ein ganzes Jahr scheint da schon eher angemessen. Am 17. Januar beginnt das Festprogramm anlässlich des Jubiläums des Kerkrader Klosters Rolduc, das erst im Dezember seinen Abschluss finden wird.

Auch in Herzogenrath wird groß gefeiert. Stadt und Burg Rode beteiligen sich mit vielen Angeboten am abwechslungsreichen Programm. 34 Veranstaltungen hat die gemeinsame Stiftung „Rolduc 900” bereits ersonnen und jetzt in den alt-ehrwürdigen Mauern der Abtei vorgestellt, die heute mit 188 Betten unter anderem als Hotel genutzt wird und das College Rolduc beheimatet.

Es soll ein Anfang sein, „weitere Punkte können durchaus noch hinzukommen”, versprach Stiftungsvorsitzender Ton Tonnaer. Doch auch so kann sich das Programm sehen lassen. Am 17. Januar wird das Jubiläumsjahr um 18 Uhr mit einem Pontifikalamt in der Abteikirche eröffnet. Erwartet werden die Bischöfe aus Roermond, Hasselt, Aachen, Lüttich und Tongeren. Nach dem Hochamt erwartet gemütliches Beisammensein die Gäste.

Einen Höhepunkt wird der Pfingstsonntag (30. Mai) mit der „Missa Salisburgensis” nach Rolduc bringen, zu der auch die Mitglieder der Königlichen Familie eingeladen sind.

Auf deutscher Seite soll es am 10. Juli Open-air im Burghof mit dem Auftritt einer bekannten Kölner Mundartgruppe weiter gehen, die in nächster Zeit noch vertraglich verpflichtet werden muss. Musikalisch sind Burg und Rolduc in zwei Lager geteilt: Die zahlreichen weltlichen Konzerte werden in der Burg, die geistlichen in der Abtei stattfinden, so etwa die Aufführung der Matthäus-Passion am 4. April. Vom 7. bis 10. September wird der Vorplatz des Klosters in ein Lichtermeer getaucht. Die Installation, auch mit Klängen, soll die Klostergeschichte imposant darstellen. Ebenfalls am Kloster steigt vom 9. bis 12 September ein Volksfest, auch mit Disco-Zelt und zahlreichen Kapellen.

Das beispielhafte Zusammenwachsen beider Gemeinden hob zur Programmvorstellung Bürgermeister Gerd Zimmermann hervor: „Europa wird in Kerkrade gelebt!” So sah es auch sein niederländischer Kollege Jos Som. „Es waren die Menschen, die sich über die 900 Jahre nie aus den Augen verloren haben. Hier gab es immer ein intensives Miteinander.” Das, so wünschen es sich die Initiatoren, soll durch die vielen gemeinsamen Feiern einmal mehr bestärkt werden.