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Herzogenrath: Roda radelt in den Kreis der Fahrradfreunde

Herzogenrath : Roda radelt in den Kreis der Fahrradfreunde

„Wir haben unterwegs eine ganze Menge Wasser gelassen.” Den Schweiß meinte Herzogenraths Bürgermeister Gerd Zimmermann damit, der bei der Fahrradtour am Montag quer durch die Stadt reichlich geflossen ist. Doch hat die besondere Anstrengung sich gelohnt: Roda soll in den erlesenen Kreis der Städte aufgenommen werden, die in Nordrhein-Westfalen die Arbeitsgemeinschaft „Fahrradfreundliche Städte und Gemeinden” (AGFS) bilden.

Damit folgt Herzogenrath dicht auf den Kreis Aachen, der im August vergangenen Jahres zum 39. Mitglied der 1993 gegründeten AGFS wurde. Gut fünf Stunden dauerte die Tour durch die Stadt. Teilgenommen hatten daran ehrenamtliche Mitarbeiter der AGFS, des nordrhein-westfälischen Verkehrsministeriums, des Landesbetriebs Straßenbau sowie der Herzogenrather Verwaltung.

Neben Gerd Zimmermann saßen etwa der Erste Beigeordnete Christoph von den Driesch und Straßenverkehrsingenieur Hans Spira im Sattel. Vom Kohlscheider Bahnhof aus ging es quer durch Kohlscheid bis Dornkaul, dann entlang der Roermonder- und Neustraße ins Wurmtal. Von dort aus radelte der Pulk aus 26 Fahrern über den Ferdinand-Schmetz-Platz bis Streiffeld.

Gut zwölf Kilometer waren es, deren bisweilen ordentliches Gefälle ungeübtere Fahrer forderte. Doch war sportlicher Ehrgeiz auch nicht nicht die Triebfeder. Unterwegs prüften die Gäste, wie es um Rodas Fahrradfreundlichkeit bestellt ist. Hat die Stadt genug Fahrradwege und sind diese gut beschildert? Kann man an den Bahnhöfen sein Rad sicher abstellen? Sind die Bordsteinkanten an den Querungen abgesenkt? Gibt es viele Tempo-30-Zonen? Sind Einbahnstraßen von Radfahrern in beide Richtungen befahrbar?

Fragen wie diese konnte die Stadt mit „Ja” beantworten. Weshalb die Kommissionsmitglieder sich im Anschluss an die Tour sich nicht lange beraten mussten. „Wir werden Verkehrsminister Oliver Wittke empfehlen, Herzogenrath die Fahrradfreundlichkeit auszusprechen”, sagte Peter London, Mitarbeiter des NRW-Verkehrsministeriums. Er habe das Gefühl, dass Radfahrer in Roda gut aufgehoben seien.