Würselen: Rockige Töne für das Senegal-Projekt

Würselen: Rockige Töne für das Senegal-Projekt

Schüler und Lehrer ließen es in der Aula des Heilig Geist Gymnasiums (HGG) so richtig krachen. Es spielten zwei Schülerbands und eine mit Lehrern und Schülern besetzte Band beim „Sponsored Rock”. Die Band „Ten Tones of Glory” hatte zudem einen Gastauftritt. Mit dem Konzert unterstützen die Musiker das Senegal-Projekt der Schule.

Und nicht bloß die Schüler rockten vor der Bühne ab. Auch die Lehrer tanzten kräftig mit. Die Schülerbands „All In!” und „Framecut” überzeugten mit eigenen Stücken in deutscher und englischer Sprache. Zudem spielten sie bekannte Cover-Rocksongs.

Mit den Einnahmen aus dem „Sponsored Rock” sollen neue Klassenräume an der Schule „Daniel Brottier” im Ort Thiés im Senegal errichtet werden. Dies ist nötig, da die Schule seit einigen Jahren verstärkt Mädchen aufnimmt. Und die Räume sind schon seit längerer Zeit sehr knapp. Die Schule in dem westafrikanischen Land hat derzeit rund 1100 Schüler, darunter sind bisher 164 Mädchen.

Maria Foerster, stellvertretende Schulleiterin des HGG, freute sich über das große Engagement der Schüler. „Das ist besonders toll, weil die Idee auf eine Initiative der Schüler zurückgeht.” Einer der Initiatoren ist Alexander Ludwig. Für ihn und seine Band-Kollegen ist das Rockkonzert in der Schule eine gute Gelegenheit, den Mitschülern zu zeigen, was die Band drauf hat.

„Wir wollten schon immer mal in der Schule spielen. Für uns war das eine Riesensache. Wenn wir damit auch noch das Senegal-Projekt unterstützen können, ist das umso besser.” Der Schlagzeuger der Gruppe „Framecut” machte im vergangenen Jahr sein Abitur, trotzdem organisiert er das Konzert weiter mit. „Wir kommen einfach nicht von der Schule los. Hier herrscht eine super Atmosphäre und die Leute sind wirklich toll.”

Musik verbindet

Doch auch in so freundschaftlicher Atmosphäre sind die Rollen zwischen Schülern und Lehrern im alltäglichen Unterricht klar verteilt. Das änderte sich beim Auftritt der Band „Barbers Daydream”. Die achtköpfige Band besteht aus vier Lehrern und vier Schülern. Und die Frontfrau der Gruppe ist mit Sängerin Christiana Kogbe eine Schülerin.

„Daran zeigt sich, dass Musik verbindet”, sagt Lehrer Christian Moss, der in der Band Keyboard und Bass spielt. „Die Band ist für diese Aktion entstanden.” Im vergangenen Jahr traten sie noch als reine Lehrerband auf. Nun spielten sie mit ihren Schülern gemeinsam. „Am Anfang hat niemand viel von uns erwartet. Jetzt wissen die Leute, dass das klappt”, sagt Lehrer und Schlagzeuger Uwe Hofmann.

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