Alsdorf: Reiter haben an der B57 jetzt ihre eigene Spur

Alsdorf: Reiter haben an der B57 jetzt ihre eigene Spur

Jetzt hat jeder seine eigene Spur. Die Autofahrer auf der B 57 am Alsdorfer Weiher sowieso. Doch auch die Radfahrer und Fußgänger müssen auf ihrem Streifen nicht mehr damit rechnen, Reitern zu begegnen. Die dürfen nämlich ab diesem Wochenende am Haldenfuß traben. Dort, wo sich bis vor wenigen Jahren der Bergbaulehrpfad entlangschlängelte, ist die Fläche nun für Vierbeiner reserviert.

Im Grunde war die räumliche Trennung längst überfällig, wie Udo Thorwesten seitens der Städteregion Aachen sagt. „Laut Gesetz hatten Pferde nie etwas auf dem Rad- und Fußweg zu suchen.” Doch hatten Reiter schlicht keine Ausweichmöglichkeit, wenn sie vom Broichtal etwa zum Reiterhof an der Einmündung zur B57 am Ortseingang Alsdorf wollten. Und so gab es nicht selten Ärger, wenn sich Ross und Radler auf dem engen Radweg begegneten. Oder wenn Spaziergänger sich über die Hinterlassenschaften der Vierbeiner mokierten.

Mit Heckenscheren hatten Helfer des „Wabe”-Vereins dafür gesorgt, dass der neue Reitweg passierbar wurde. Den Rest hat Franz-Josef Hark mit der Baggerschaufel besorgt. Eine alte Treppenanlage auf dem Weg, den der EBV als Eigentümerin freigegeben hatte, musst weggerissen werden.

Nun weisen blaue Schilder die Reiter darauf hin, dass die etwa 450 Meter lange Strecke nur für sie reserviert ist. Susanne Lesmeister, 2. Vorsitzende des Kreisverbandes der Vereinigung der Freizeitreiter, begrüßt das sehr. „Die alte Regelung war nicht nur unbequem - so nah an der Straße war es für die Reiter auch gefährlich.”

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