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Kohlscheid: Regen riss die Rennfelder auseinander

Kohlscheid : Regen riss die Rennfelder auseinander

Der Große Preis des Radsportvereins„Sturmvogel” war am Sonntag von widrigem Wetter stark beeinflusst. Das spürte der Veranstalter auch an der geringen Zahl der Zuschauer am 1,4 Kilometer langen Rundkurs zwischen Markt und Langenberg.

Die Ausharrenden aber bekamen erstklassigen Sport zu sehen - wenngleich mancher Sturz zu beklagen war.

Gegen weitaus höhere Anmeldezahlen verblieben gut 200 Fahrer aus Deutschland und dem benachbarten Ausland in den fünf Rennfeldern für Schüler, Jugend, Junioren, Senioren und der Elite-Klasse der Amateure, die mit 80 Fahrern starteten.

Zwischen 15 und 50 Runden mussten absolviert werden. Der anspruchsvolle Rundkurs ab dem Start-Ziel-Banner Oststraße mit kraftzehrenden Steigungen, Abfahrt mit S-Kurve und Kopfsteinpflaster in Kurvenlage verlangte den Fahrern sehr viel ab. Die Felder zogen sich weit auseinander; Aufgaben waren häufig.

Wegrutschende Hinterräder

Auch das aufmerksame neunköpfige Team vom „Adler Hilfsdienst”, für die Streckensicherung aus Jülich angereist, konnte einige Stürze nicht verhindern. Am auffälligsten waren die wegrutschenden Hinterräder auf dem nassen Pflaster am Markt. Fünf Fahrer waren an einer Karambolage beim Langenberg beteiligt. Schwere Verletzungen mussten die 16 Helfer vom Deutschen Roten Kreuz jedoch nicht versorgen.

Die „Königsklasse” wurde Beute für den Kohlscheider Elitefahrer Marsel Kropp. Auf seiner Hausstrecke gewann er den Großen Preis von Kohlscheid. Marsel Kropp setzte er sich bereits in der 5. Runde mit zwei weiteren Fahrern ab. Die dreiköpfige Spitzengruppe dominierte das Feld und steuerte noch gemeinsam in die letzte Runde. Der „Sturmvogel”-Fahrer mobilisierte Reserven und siegte souverän im Sprint. Daniel Glaubitz, der im Feld wichtige Arbeit für seinen Teamkollegen leistete, wurde Siebter, Mario Lisok überquerte als 16. den Zielstrich.

Bei den zuvor gestarteten Junioren fuhr der Kohlscheider Phillipe Otter erneut ein starkes Rennen und konnte trotz eines Sturzes auf regennasser Fahrbahn einen neunten Platz erreichen.