Rathaussturm in Alsdorf: Vom Bürgermeister zum Tanzbären

Rathaussturm in Alsdorf : Vom Bürgermeister zum Tanzbären

Beim Alsdorfer Rathaussturm werden die Stadtoberen nicht nur freundlich, aber bestimmt ihrer Ämter enthoben, sie müssen der Meute auch traditionell einige Kunststückchen vorführen.

Bürgermeister Alfred Sonders und der Erste Beigeordnete Ralf Kahlen kamen als Tanzbären mit Hula-Hoop-Reifen auf der Bühne zu ihrem großen Auftritt, Kämmerer Michael Hafers jonglierte mit Bällen anstatt mit Zahlen.

Es war wieder soweit: Das Rathaus wurde zur Narrenhochburg. Pünktlich um 11.11 Uhr waren Stadtprinz Stefan II. und seine Lieblichkeit Ute – begleitet von ihrem Hofstaat und den Gardisten der Prinzengarde – zur Stelle um den Straßenkarneval bei frühlingshaftem Wetter zu eröffnen.

Unter dem Motto „Manage frei für den Alsdorfer Zirkus“ hatte zuvor bereits das Altweiber-Kabinett des Rathauses unter Federführung von Katja Undorf und Melina Jakobs die Verwaltungsspitze entmachtet. Dabei machten sie gemeinsame Sache mit der KG Alsdorfer Ex-Prinzen, deren Präsident Günter Forstenaichner das Bühnenprogramm beim Pflichttermin für die Jecken in der Stadt eröffnet hatte.

Bürgermeister Alfred Sonders, der Erste Beigeordnete Ralf Kahlen und Kämmerer Michael Hafers wurden ihrer Ämter enthoben und bis Aschermittwoch beurlaubt. Wie all die Jahre zuvor, mussten die Stadt-Oberhäupter auch diese Session eine lustige Prozedur durchleben. So mussten Bürgermeister und Beigeordneter als Tanzbären Hula-Hoop-Reifen kreisen lassen, was sie bravourös meisterten. Anschließen musste der Kämmerer statt mit Zahlen mit Bällen jonglieren. Auch dafür gab es viel Applaus.

Mitsing-Hits und Schunkellieder – teils live gesungen – heizten die „jecke“ Stimmung der Besucher im und vor dem Rathaus beim Aufgalopp der tollen Tage an. Neben den Alsdorfer Tollitäten jubelte zudem eine niederländische Delegation aus der Partnerstadt Brunssum mit zahlreichen Majestäten dem Narrenvolk von der Bühne aus zu. Für musikalische Unterhaltung sorgten Manfred P. und die „Tresenritter“.

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(dag)
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