Herzogenrath: Quartiersarbeit als Schlüssel gegen Politikmüdigkeit

Herzogenrath : Quartiersarbeit als Schlüssel gegen Politikmüdigkeit

Schon seit Jahren beteiligen sich das soziokulturelle Zentrum Klösterchen und das Evangelische Erwachsenenbildungswerk im Kirchenkreis Aachen kontinuierlich an den bundesweiten Wochen des Bürgerschaftlichen Engagement konkret in Herzogenrath.

Dieses Jahr finden die Wochen überall vom 14. bis 23. September statt. Als eine Art Auftaktveranstaltung startet das Kulturhaus an der Dahlemer Straße 28 in Herzogenrath bereits am Mittwoch, 12. September, um 18.30 Uhr mit dem Vortrag „Der Nahraum, um sich nachbarschaftlich näher zu kommen — Quartiersarbeit als Möglichkeit zu mehr Bürgerbeteiligung“ mit Prof. Dr. Knopp, Soziologe der Uni Düsseldorf, und Karin Nell, Quartiersmanagerin aus Mönchengladbach, um auch in Herzogenrath der Quartiersarbeit mit profunder Analyse und reflektierter Praxis zum Durchbruch zu verhelfen.

Diese und andere Themen wie Nahraumorientierung, Formen direkter Demokratie sowie Gemeinwohlökonomie seien „verschiedene Blumen eines gebundenen Straußes von Notwendigkeiten“, so die Einlader, „mit dem sich die beiden Träger auch zu den bundesweiten Wochen beschäftigen“.

Schwierig in der Umsetzung

Allerdings sei das in der Umsetzung außerordentlich schwierig, da die Strukturen und gesellschaftlichen Mechanismen immer noch völlig anders gepolt seien und auch das bedrohliche Anwachsen des Rechtspopulismus eine relevante Rolle spiele.

Selbst die großen Umbrüche in der gesamten Gesellschaft, die Politik- und Demokratiemüdigkeit, wo Menschen sich weder ernst- noch mitgenommen fühlen, hätten hier in der gelebten Praxis noch zu wenig Neues bewirken können.

Die Veranstalter selbst bemühen sich derzeit mit „Magnolia“, einem neuen interkulturellen Quartierstreffpunkt innerhalb des Kulturhauses Klösterchen, neue Wege zu gehen, das seit Juni dienstags und mittwochs von jeweils 15 bis 18 Uhr zum Treffen und Austausch einlädt.

Der Vortrag, der bis 21.30 Uhr geplant ist, wird kostenfrei angeboten, und die Veranstalter wünschen sich nach dem fachlichen Input eine rege Diskussion, über das, was sich alles wie entwickeln muss, „damit sich die Entwicklung eines Sozialraumes stärker an den Bewohnern eines Quartiers orientiert“.