Würselen: „Puttesse Krüzje“ wird repariert

Würselen: „Puttesse Krüzje“ wird repariert

In der Dokumentation „Spurensuche — Flurdenkmale in Würselen“ hat der Geschichtskreis der Pfarre St. Sebastian die vielen Kreuzanlagen im Stadtgebiet verewigt und beschrieben.

Die kleinen Flurdenkmale aus vielen Jahrhunderten stellen einen besonderen Schatz in der heimischen Kulturlandschaft dar. Ein Kreuz mit einer besonderen Geschichte ist das „Puttesse Krüzje“ am Weg von Elchenrath nach Weiden. Es wurde 1980 vom heutigen Behindertenbeauftragten der Stadt, Matthias Breuer, angefertigt und dort errichtet. Alle zwei Jahre versah er es mit einem neuen Anstrich und dessen Datum auf der Rückseite des Kreuzes.

Wegen seiner Behinderung an den Rollstuhl gebunden, kann er sich selbst nicht mehr um dieses sakrale Kleinod kümmern.

Auf einem Spaziergang mit seinem Hund entdeckte dann der Schlosser Frank Zimmermann, Im Hühnerwinkel, das marode Kreuz. Und erklärte sich zur Freude von Matthias Breuer bereit, die notwendigen Reparaturen zu übernehmen. Was fachgerecht nur in einer Werkstatt möglich ist. Wenn die Arbeiten beendet sind, soll das Kreuz an vertrauter Stelle wieder errichtet werden.

Dieses spontane Engagement einer Privatperson ist für den Sprecher des Geschichtskreises von St. Sebastian, Hubert Wickerath, auch ein Indiz dafür, welche Bedeutung die Feld- und Flurkreuze für die Bevölkerung auch heute noch haben.

(ehg)