Würselen: Protest gegen Tihange: 700 Unterschriften gegen belgische Meiler

Würselen: Protest gegen Tihange: 700 Unterschriften gegen belgische Meiler

Sie ist einfach eine ganz normale Bürgerin und Mutter eines kleinen Jungen aus Würselen. Doch ganz einfach wollte es sich Bianca Mattar nicht machen: Sie konnte der realen Bedrohung durch die umstrittenen Reaktoren im belgischen Tihange nicht untätig gegenübertreten. „Da bin ich einfach in Würselen auf die Straße gegangen und habe Unterschriften gesammelt.“

Zusammengekommen ist binnen knapp zwei Wochen schon die beachtliche Zahl von rund 700 Bürgerinnen und Bürgern, die klar Front machen gegen den Weiterbetrieb des Reaktors Tihange 2.

Mattar hat die Listen jetzt auf Vermittlung des ehemaligen Würselener Bürgermeisters Werner Breuer an Städteregionsrat Helmut Etschenberg überreicht. „Ich finde es hervorragend, wenn eine junge Frau sich so enorm einsetzt. Wir kämpfen mit allen zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln gegen Tihange. Über eine solche Unterstützung bin ich dankbar. Es zeigt auch, wie sehr das Thema alle Menschen in unserer Region bewegt“, so Etschenberg.

Weitere Unterstützung

Beruflich ist Mattar als Demenzbegleiterin in der Altenpflege engagiert und hat dabei festgestellt, dass es keine Altersgrenze für den Widerstand gibt: „Selbst hochbetagte Menschen haben mir deutlich den Rücken gestärkt und mich aufgefordert, diesen Weg im Sinne der nachwachsenden Generationen konsequent weiterzugehen.“

Die 700 Unterschriften sind übrigens noch nicht das Ende ihrer Bemühungen: „Ich werde weitermachen, um so zumindest im Rahmen meiner Möglichkeiten alles zu unternehmen, damit wir Tihange vom Netz bekommen.“

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