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Herzogenrath: Pritschenjungen sind große Akrobaten

Herzogenrath : Pritschenjungen sind große Akrobaten

Weiße Hose, weißes Hemd, gelbe Schärpe, Strohhut. Und die Pritsche in der Hand - so bereichern die Niederbardenberger Pritschenjungen seit 50 Jahren mit akrobatischen Einlagen und Klappern den Festzug zum Maifest. Am kommenden Wochenende sind sie wieder unterwegs.

„Die Jungs bei uns sind etwas Besonderes, die schlagen nämlich wirklich noch das Rad im Zug”, erzählt Martin Vondenhoff. Er war 1957 der erste Pritschenmeister der damals neu gegründeten Gruppe und ist Schirmherr des Goldjubiläums. In den ersten Jahren - 1952 hatten sich die Junggesellen des Dorfes zu den Maijungen zusammengeschlossen - habe man viel gemeinsam mit den Maijungen aus Strass unternommen und sich gegenseitig bei den Maifesten besucht.

Die Strasser hatten da bereits Pritschenjungen. Da haben die Niederbardenberger beschlossen: Das können wir auch! So wurden fünf Jahre nach den Maijungen die Pritschenjungen in Niederbardenberg ins Leben gerufen. Eine Tradition, die lebendig geblieben ist. Nicht selten werden aus Pritschenjungen später Maijungen. Im Jubiläumsjahr ist die Gruppe 15 Jungs stark, der Jüngste ist fünf, der Älteste 15 Jahre alt. Pritschenmeister ist Marco Kouchen (18), der gleichzeitig im Vorstand der Maijungen aktiv ist.

Es sei nicht immer leicht, die Jungs zum Mitmachen zu motivieren, so Kouchen. Zu viele andere Freizeitbeschäftigungen machten dem Brauchtum Konkurrenz. Doch die Maitradition schweiße das Dorf zusammen.