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Würselen: Poesie in Worten und Tönen

Würselen : Poesie in Worten und Tönen

Sie hatten sich ein Jahr lang über Definitionen der Poesie unterhalten. Ihr Lehrer hats erklärt, letztlich haben sie geschrieben. Elf Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Gymnasiums haben gemeinsam mit Jürgen Nendza, dem in Aachen wohnenden und international bekannten Schriftsteller, Außergewöhnliches zu Papier gebracht.

Jetzt lasen sie anlässlich der „Tage der Poesie” aus ihren Werken vor mehr als 50 Gästen. Das Publikum blickte zuweilen nachdenklich oder versöhnlich, hörte genau hin und applaudierte kräftig. „Viele unserer Gedichte sind in einem Entwicklungsprozess entstanden”, sagte Stephan Ludwigs. Da hatte ein Schüler geschrieben, hatte mit der Gruppe verändert, bis Triolette, japanische Naturgedichte oder Minutennovellen vollendet waren.

„Die Arbeit während des Unterrichts war sehr erfrischend, sehr produktiv und sehr erfreulich”, fand Jürgen Nendza Worte des Lobes für die jungen Schriftsteller, die aus unterschiedlichen Beweggründen zur Feder gegriffen hatten. „Schreiben bedeutet für mich Gedanken zu thematisieren, frei von gesellschaftlichen Konventionen. Dabei ist es wie bei einem chemischen Experiment: Nie weiß ich, ob es gelingt”, sagt Vera Cornette. Und Volker Maaßen: „Schreiben heißt, sich Zeit nehmen für Sprache.”