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Nordkreis: Pfandregelung macht es Kunden leichter

Nordkreis : Pfandregelung macht es Kunden leichter

Verbraucher wird es freuen, denn seit dem ersten Mai kann man sich so manchen Gang zum Discounter sparen. Nach neuer Gesetzgebung sind Supermärkte im gesamten Bundesgebiet nun verpflichtet, Einwegflaschen und -dosen aller Fabrikate zurückzunehmen - sofern sie solche Einwegbehältnisse in ihrem Sortiment führen. Ganz gleich auch, aus welchem der umliegenden Geschäfte sie stammen.

Wer unlängst noch seine gesammelten PET-Flaschen zu einem Konkurrenzhandel brachte, der verließ meist unverrichteter Dinge und ohne einen einzigen Cent Retourgeld das Geschäft. Dies ist jetzt anders. „Wir nehmen ab sofort Einwegflaschen aller Fabrikate an”, bestätigt Uwe Seiler in Eschweiler, Projektleiter der neuen Pfandflaschen- und Dosenverordnung bei der Regionalgesellschaft Aldi-Süd.

Um einen möglichst reibungslosen Ablauf zu garantieren, wurde noch vor dem Stichtag das gesamte Filialnetz des Discounterriesen mit Rücknahmeautomaten ausgestattet. In einer Aldi-Filiale in Würselen ist von einem Pfandflaschen-Chaos auch nichts zu spüren. Fleißig schluckt der Automat die eingegebenen Behältnisse, auch die seines Konkurrenten Lidl oder gar Flaschen der Kaisers-Kette. „Im Idealfall gehen 42 Flaschen pro Minute durch das Band”, weiß Seiler. Nach kurzer Zeit erhält der Kunde ein Pfandgeld von nun einheitlich 25 Cent pro Flasche.

Auch der Discounter Lidl rüstet derzeit seine Nordkreisfilialen mit Automaten aus und richtet darüber hinaus spezielle Pfandräume ein, um die Kassenbereiche von allzu starken Kundenströmen zu entlasten. Doch auch per Hand werden die Flaschen noch entgegen genommen und aussortiert.