Baesweiler: Olympia-Teilnehmerin Wassen trägt sich in das Goldene Buch der Stadt ein

Baesweiler: Olympia-Teilnehmerin Wassen trägt sich in das Goldene Buch der Stadt ein

Endlich mal wieder im eigenen Bett schlafen, mit Mama, Papa, Oma und Opa Zeit verbringen, Chillen und sich verwöhnen lassen: Kein Wunder, dass Elena Wassen, mit 15 Jahren die jüngste Starterin des deutschen Olympiateams in Rio, beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Baesweiler sehr entspannt wirkte.

Die Weltklasse-Turmspringerin hatte sich im Vorkampf mit 291,90 Punkten als 16. fürs Halbfinale qualifiziert. Dort konnte sie ihre Leistung mit 276,40 Punkten nicht ganz bestätigen und schied als 17. aus. „Das war knapp“, sagt Elena.

Doch neue Wettkämpfe stehen schon wieder auf dem Programm, etwa die Jugendweltmeisterschaft Ende November in Russland. In der Bundeshauptstadt besucht die 15-Jährige seit drei Jahren ein Sportinternat und trainiert beim TSC Berlin.

Bürgermeister Dr. Willi Linkens war die Freude über seinen jungen Gast ins Gesicht geschrieben. „Vor zwei Wochen sprach ich mit dem Leiter unseres Hallenbads, Herrn Kister“, erzählte er. „Der hatte immer schon geahnt, dass aus Elena mal was ganz Großes werden würde. Denn ihre Sprünge vom Drei-Meter-Brett waren schon gigantisch, als sie noch ein kleines Mädchen war.“

Elena ist amtierende Deutsche Meisterin, errang im Jahr 2015 bei den Europaspielen die Bronze-Medaille und möchte nach den Jugendweltmeisterschaften wieder gemeinsame Trainingseinheiten im Synchronspringen mit ihrer zwei Jahre älteren Schwester Christina einplanen. Die hatte Elena als Kind auf den Geschmack gebracht. Schule und Sport unter einen Hut zu bekommen, ist nicht immer einfach, gibt die Weltklasse-Springerin zu.

Zum Glück haben sie und die anderen Schüler vom Sportinternat drei Jahre Zeit für die neunte und zehnte Klasse. Ihr Training — Trampolinspringen und Akrobatik — findet öfter auf dem Trockenen als im kühlen Nass statt. Und bald geht es in Berlin wieder los. „Sechs Tage hintereinander Lernen und Training, Training und Lernen“, erzählt Elena.

Sonntags hat sie Freizeit. Dann telefoniert sie oft mit ihren Eltern und Großeltern, die mächtig stolz auf ihre Tochter und Enkelin sind. „Wir haben von Baesweiler aus mitgefiebert und waren bei der Olympiade in Gedanken bei ihr“, sagt Josef Wassen, Elenas Vater. Natürlich sind Mama und Papa, Opa und Oma ungeheuer stolz über Elenas Eintrag ins Goldene Buch. „Ein seltenes Ereignis“, freute sich Bürgermeister Dr. Willi Linkens. „Noch seltener ist mal ein Baesweiler Bürger dabei — und zum ersten Mal eine so junge, sympathische Dame.“