Würselen: Oktoberfestgäste fühlen sich in Würselen sehr wohl

Würselen : Oktoberfestgäste fühlen sich in Würselen sehr wohl

Erst kam beim von der Arbeitsgemeinschaft Handel, Handwerk, Gewerbe und Industrie (Arge) auf dem Morlaixplatz veranstalteten 17. Oktoberfest der Segen von Oben. Da leistete der aufgespannte große bunte Schirm noch gute Dienste als Regenschutz.

Doch am Abend und an den nachfolgenden beiden Festtagen war er bei acht Stunden strahlendem Sonnenschein „nur“ noch schmückendes Beiwerk, Bilderbuchwetter wie im vergangenen Jahr! Da strahlte Optimist Manfred Wirtz, der Arge-Vorsitzende, mit den vielen gut gelaunten Gästen nur so um die Wette, die vor allem am Sonntag in Scharen in die City strömten. Und dort angesichts der vielseitigen Herbstkollektionen zu günstigen Preisen auch beim Shopping auf ihre Kosten gekommen waren.

Als Bürgermeister Arno Nelles voller Gottvertrauen die Ärmel seines weiß-blauen Hemdes hochkrempelte, hatte der Himmel schon wieder seine Schleusen geschlossen. Nachdem auch noch die Maßkrüge bereit gestellt waren, wollte es Nelles gegenüber dem Münchener Kollegen Dieter Reiter wissen. Er schlug einmal mit voller und das zweite Mal mit halber Kraft zu. Und verkündete vollmundig „O´zapft is!“, während der Gerstensaft in Strömen schloss. Angestimmt wurde in einem Atemzug: „Ein Prosit der Gemütlichkeit“.

19 Stimmungsmacher

Arge-Vorsitzender Wirtz freute es, die ersten Gäste in Dirndl und Krachlederner begrüßen zu können. Bei der Stadtverwaltung bedankte er sich für die auch im 17. Jahr wieder gewährte Unterstützung. Miteinander zu feiern, dazu animierte der Bürgermeister die zu erwartenden vielen Gäste.

Sollte doch an drei Tagen auf dem Morlaixplatz die Post abgehen, was am Ende kein frommer Wunsch war. Ein dickes Lob sprach er dem Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für sein Engagement bei dessen drei Traditionsfesten aus. Den Geschäftsleuten in der Innenstadt wünschte er als Dankeschön gute Umsätze.

Insgesamt 19 Stimmungsmacher gaben sich an den ersten beiden Tagen das Mikrofon in die Hand und zogen dabei alle Register bei ihrer dargebotenen volkstümlichen Blas- und ihrer poppigen Partymusik. Regie führte bei diesem stimmungsvollen Marathon Arge-Vize Andreas Schiller. Das weiß-blaue Spektakel hielt auch in diesem Jahr musikalisch, was sich ihre vor allem auch jungen Besucher davon versprochen hatten.

Den Anfang machte Entertainer Tzwen Gpunkt (Alsdorf) nach dem Fassanstich, ein flippiger und durchgeknallter Moderator. Mit von der Partie waren neben ihm unter anderem das Duo „Andi & Dörk“ und das Vater-Sohn-Gespann Peter und Kevin Andree sowie die Sänger Chris Gehrke, Fino, Heiko Schlager, Michael Zaremba, Rico S., Sabrina Kaucic und Arno Alt. Der Stargast war am späteren Samstagabend der in Bardenberg geborene und mit Würselen eng verbundene Norman Langen.

Er zog in diesem Jahr nicht zuletzt mit der brandneuen Auskoppelung „Ein Schiff, das unsre Flagge trägt“, das Partypublikum in seinen Bann. Wie schon im Vorjahr wurde er gebührend gefeiert, während „artig“ eine Zugabe nach der anderen von ihm gewährt wurde. Zwischendurch ließen sich die Partygäste Haxen, Krakauer vom Schwenkgrill und Weißwürste, aber auch Fritten mit Currywurst munden. Bei der flüssigen Nahrung kamen auch die Freunde herben Gerstensaftes bald auf den Geschmack nach mehr.

Eine positive Bilanz

Sieben Stunden lang bliesen die „Uedelhovener Dorfmusikanten“, die vom ersten Tag an beim Oktoberfest in Würselen mit von der Partie sind, am Sonntag bis in den Abend hinein nicht nur den „Marsch“. Vielmehr spannten die Musiker aus der Südeifel in großer Besetzung einen weiten musikalisch-folkloristischen Bogen vom Egerland bis nach Bayern, mit allem, was bei einer Gaudi dazu gehört.

Ein „ausgekoppeltes“ Ensemble coverte außerdem nationale und internationale Stars, ganz nach dem Geschmack des Publikums, das bei reichlich Bier die angenehme Atmosphäre genoss. Am Ende konnte Arge-Vorsitzender Manfred Wirtz eine „durchweg positive Bilanz“ ziehen. Bei der Anwohnern bedankte er sich für das dem weiß-blauen Spektakel entgegengebrachte Vertrauen. Sein Dank galt aber auch den Geschäftsleuten aus der City für deren finanziellen Beitrag zum Gelingen des Festes. Auf ein Neues im nächsten Jahr!

(ehg)