Herzogenrath: Oktoberfest in Herzogenrath: Ein Start mit ungewolltem Knalleffekt

Herzogenrath: Oktoberfest in Herzogenrath: Ein Start mit ungewolltem Knalleffekt

Einen kurzen Schreckmoment hat der stellvertretende Bürgermeister Dr. Manfred Fleckenstein bei seinem Fassanstich zum offiziellen Startschuss des Oktoberfestes erlebt. So schaffte es einer der Maßkrüge irgendwie, in den Schlagweg des von Fleckenstein geführten Holzhammers zu gelangen.

So war Schlag Nummero drei, der eigentlich dem Zapfhahn am vom Gewerbeverein Herzogenrath gestifteten 30-Liter-Fässchen galt, der Exitus für das Glasbehältnis.

Da aber hatte sich der Gerstensaft schon den Weg ins Freie gebahnt — zum Glück musste niemand eine unfreiwillige Bierdusche genießen. Einen Moment später hielten Organisator Guido Werner, Fleckenstein selbst und der Vorsitzende des Gewerbevereins, Jörg Meiers, schon die vollen Krüge in die Kameras.

Applaus für den gelungenen Anstich mit ungeplantem Knalleffekt kam dabei von einigen hundert Händen, denn schon zum Auftakt lockte das Oktoberfest viele Menschen in Rodas Innenstadt. Dort war rund um den Ferdinand-Schmetz-Platz alles bestens auf die weißblaue Gemütlichkeit aus- und eingerichtet. Mit dem rührigen Team vom „Taktus“-Tanzcafé ging die tief bayerisch eingefärbte Feierei fast von alleine.

Natürlich hatten die Organisatoren im Vorfeld dafür viel Arbeit investiert. So gab es eine Kirmes mit Verkaufsständen in der Stadt. Auf der eigens errichteten und mit der von schön urigen Heuballen eingerahmten Bühne ging die Party richtig ab. Feiern bis die Lederhose kracht durften die begeisterten Besucher mit Mallorca-Sänger „Tzwen G Punkt“, der auch abseits der Bühne mit seinem durchaus grellen Outfit auffiel.

Seine Songs wie „Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann“ oder passenderweise auch „Hopfen und Malz (ab in den Hals)“ durften dabei lauthals mitgesungen werden. Aber auch das Duo „Party Toaster“ (Sylvia Noel und Daniel Wiegand), das zweite Duo „Silvi und Ralf“, die „Legatas“ und „The Big Boys and the Lady of Saxophone“ ließen die Oktoberfeststimmung überschwappen.

Dass dieses Fest in der Stadt überhaupt erst möglich wurde, lag am Gewerbeverein. Für den hatte Dr. Fleckenstein dann auch viele lobende Worte übrig.

Gleichzeitig wünschte er sich aber ganz im Sinne der vom Zeitungsverlag Aachen mitgetragenen Aktion „Heimat Shoppen“, dass sich die Menschen bei Festen dieser Art, aber generell auch für die Kaufmannschaft und das Angebot in ihrer Stadt interessieren.

„Wir können nicht immer nur darüber jammern, dass nichts los ist, wir sollten auch mal hingehen, wenn etwas stattfindet“, sagte er. Und damit traf er nicht nur den Nerv derjenigen, die hinter dem aufwendigen Fest steckten, sondern auch vieler Gäste, die sich über die weißblaue Pracht mitten im Zentrum von Herzogenrath richtig freuten.

Da waren Zaungäste wie der trotz Spieltag kurzfristig eingeflogene „Jünter“, das Fohlen als Maskottchen des Fußball-Erstligisten Borussia Mönchengladbach, die „Scuderia“ mit ihren Oldtimern, aber auch die Modenschau auf der Apolloniastraße gern gesehene Ergänzungen, die das Oktoberfest erst rund machten.

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