Alsdorf: Ofdener Neubaugebiet soll Kritiker verstummen lassen

Alsdorf: Ofdener Neubaugebiet soll Kritiker verstummen lassen

Gegenwind hatte es im Vorfeld reichlich gegeben. Zahlreiche Ofdener liefen Sturm gegen das geplante Baugebiet an der Al-fred-Brehm-Straße. Auch am Montag, beim offiziellen Spatenstich auf dem ehemaligen Gelände des Vereins für allgemeine und berufliche Weiterbildung (VABW), rüttelte der Wind ordentlich am aufgestellten Zelt für die Gäste. Doch unterm Dach gab es nur sonnige Aussichten.

„Das hier ist sicher kein unumstrittenes Baugebiet — aber am Ende werden uns auch die Kritiker Recht geben, dass es die absolut beste Entscheidung für Ofden war“, sagte Bürgermeister Alfred Sonders. Angesichts des demographischen Wandels — sprich: einer drohenden Überalterung auch in Ofden — sei es geradezu notwendig, jungen Familien neue Grundstücke anbieten zu können.

Diese Parzellen — 24 für freistehende Häuser und zehn für Doppelhaushälften — dürften kaum Ladenhüter werden. „Bis Jahresende werden die weg sein“, prophezeite Sonders. Es ist eine schmucke, begehrte Wohnlage, die die Alsdorfer Bauland GmbH derzeit erschließt. Für die Gesellschaft, die je zur Hälfte von Stadt und Sparkassen-Immobilien (S-Immo) GmbH getragen wird, ist es bereits das fünfte Projekt. Den Ausbau hatte das Aachener Ingenieurbüro GEHA geplant.

Ein Teil des alten Baumbestands — Fällungen hatten Kritiker des Baugebiets mehrfach moniert — soll in das Gebiet integriert werden und für Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum sorgen.

Der Abriss des VABW-Gebäudes ist beendet und wird wohl mit 400.000 Euro zu Buche schlagen, für die Erschließung sind 1,2 Millionen Euro eingeplant. Von „sehr guter Nachfrage“ sprach gestern auch S-Immo-Geschäftsführer Dietmar Röhrig. „Hier wird kein großer Werbeblock nötig sein.“ Wohl auch nicht für das nächste Großprojekt in Ofden: die Umwandlung der Flächen von Gymnasium und Realschulen in Bauland. Sonders: „Wenn wird damit durch sind, werden wir insgesamt gut 100 neue Grundstücke erschlossen haben.“ Genug, um den Grundschulstandort und auch die evangelische Kita sichern zu können, deren Bau derzeit auf dem Festplatz vorangebracht wird.

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