Alsdorf: Ofdener Gymnasium ist fit für Ganztag

Alsdorf: Ofdener Gymnasium ist fit für Ganztag

Äußerlich wird sich nichts ändern. Es wird kein Bautrupp anrücken, der für zusätzlichen Lernplatz sorgt, und kein Koch, der die Verpflegung in einer Mensa sicherstellt. Vorgestern hat Schulleiter Wilfried Bock von der Kölner Bezirksregierung erfahren, dass sein Gymnasium ab dem 1. August offiziell eine Ganztagsschule sein wird.

Der Übergang werde aber ganz nahtlos vonstatten gehen, sagt er. Denn solch einen Betrieb gebe es im Grunde bereits jetzt.

Das Abitur nach dem zwölften Schuljahr und das in Ofden angebotene „Dalton”-Selbstlernkonzept haben dafür gesorgt, dass schon seit geraumer Zeit auch noch am Nachmittag Schüler im Gebäude sind. „Die achten und neunten Jahrgangsstufen haben derzeit dreimal pro Woche bis 15.15 Uhr Unterricht”, sagt Bock.

Und viele Fünft- und Sechstklässler nutzen das Silentium, das die Schule nach der sechsten Unterrichtsstunde anbietet. „Sogar gut 75 Prozent von ihnen.” Bislang müssen Eltern dafür einen finanziellen Beitrag leisten. Kommt die Ganztagsschule zum Zug, können sie sich das sparen, dann zahlt das Land. „Wir bekommen dann pro Jahrgang 20 Prozent mehr Lehrerstunden. Dadurch sind erweiterte Angebote und kleinere Lerngruppen machbar.” Mit der fünften Jahrgangsstufe soll der Betrieb zunächst beginnen. Dann wird er Jahr für Jahr um die jeweils neuen Schüler erweitert.

Große gelbe „Lunch-Box”

Damit die Kinder nicht hungrig lernen müssen, gibt es seit ein paar Monaten auf dem Schulhof einen großen gelben Container mit eigenen Spitznamen: „Lunch Box”. Dort sind belegte Brötchen und Snacks im Angebot. Eine Mensa wird die Umstellung also nicht erfordern. Zumal bauliche Veränderungen am Schulkörper kaum lohnen, der seine Zukunft im Annapark haben soll. Bock: „Das geplante Kultur- und Bildungszen-trum ist auf den Ganztagsbetrieb ohnehin zugeschnitten worden.” Passend also, dass das Alsdorfer Gymnasium mit 33 weiteren Schulen in NRW den Zuschlag erhalten hat. Was Bock besonders freut: „Wir haben uns dafür gar nicht beworben. Die Bezirksregierung ist auf uns zugekommen.”

Mehr von Aachener Zeitung