Neujahrsempfang der Stadt Baesweiler

Bürgermeister stimmt auf das neue Jahr ein : Lebensverhältnisse in der Stadt weiter verbessern

„Es gibt viele Gründe für einen gemäßigten Optimismus“, erteilte Bürgermeister Dr. Willi Linkens (CDU) beim Neujahrsempfang der Stadt Baesweiler Pessimismus eine klare Absage.

„Es gibt keinen Grund für Übertreibungen bei der Negativdarstellung, für Zuspitzungen und Dramatisierung“. Intensiv befasste sich der Erste Bürger der Stadt mit der Frage, ob die Baesweiler zufrieden sein sollten und wie die Stimmung wohl sei. Bei seiner „Stoffsammlung“ an positiven Aspekten hob er die große Integrationsleistung in Baesweiler hervor. „Man muss erkennen, dass ein Großteil der Migranten mit uns entschlossen ist, eine Abkapselung, eine Isolierung und Ghettoisierung zu verhindern“. Vom Bund erwartet er, „dass endlich bald klar Vorgaben zu schnellen Entscheidungen getroffen und umgesetzt werden, dass abgelehnte und nur geduldete Asylbewerber schnell zurückreisen“.

Der Bürgermeister weiter: „Ein positives Kriterium ist der Umstand, dass wir bei uns in Baesweiler in einer weltoffenen Gemeinschaft leben.“ Jeder könne ein „tolles abwechslungsreiches Angebot nutzen“. „Wir bieten unseren Bürgern und Interessierten nicht nur Wohnraum, sondern auch Heimat.“ Froh sei die Stadt, mit dem ersten Bauabschnitt Europaviertel (Südwest) und dem in Planung befindlichen zweiten Abschnitt, aber auch mit Gebieten in Setterich oder in Beggendorf, Floverich und „hoffentlich bald in Puffendorf“ Entwicklungschancen aufzuzeigen. Es sei gelungen, dass auch in kleineren Stadtteilen Kindergärten errichtet und Grundschulen modernisiert werden. Gemeinsam mit der Städteregion würden jetzt mehr als 200 neue Kindergartenplätze geschaffen. Mit vielen Informationen und Aktionen bleibe es Ziel, „unsere Bürger zu beteiligen und ihnen zu vermitteln, dass es ihre Stadt und ihre Gemeinschaft ist und dass es ihre Chance ist, sie mitzugestalten“.

Die Verbesserung der Lebensbedingungen werde weiter fortgesetzt. Linkens sprach eine Studie für die Umgestaltung und Attraktivierung des Bereichs An der Burg, die Umgestaltung des Kirchplatzes sowie den Umbau des Bereichs In der Schaf zu einem attraktiven Busknotenpunkt an. Nach der Sanierung und grundlegenden Erweiterung des Rathauses an der Mariastraße entstehe die „BürgerMitteBaesweiler“ mit einem umfangreichen Angebot an Begegnung, Beratung, Betreuung und Bildung.

In städtischer Verantwortung würden neue Sozialwohnungen errichtet. „Gerade im Bereich Sozialpolitik sind wir in enger Zusammenarbeit mit der Städteregion.“ Auf der Basis einer „faktenbasierten und fundierten Auswertung der Lebensverhältnisse in unserer Stadt“ wolle man die Probleme angehen. Hierzu sei das Integrierte Soziale Handlungskonzept in Arbeit. Zum Klimaschutz und zur Senkung von Betriebskosten werde der städtische Gebäudebestand weiter saniert.

Auf der Agenda stehe natürlich weiterhin die Wirtschaftsförderung. Der sehr gute Jahresabschluss 2018 belege eine erfolgreiche Haushaltspolitik. Auch wenn nun die Grundsteuer B entsprechend der Vorgaben des Landes um etwa drei Prozent erhöht werden musste, blieben die Baesweiler Steuersätze die niedrigsten in der Städteregion.

Ausgehend von den positiven Aspekten wünschte Linkens allen für das neue Jahr ein offenes und angenehmes Miteinander und die Fortsetzung des uneingeschränkten Vertrauensverhältnisses. „Das, was wir in unserer Stadt zum Optimismus und zur Zuversicht beitragen können, packen wir gerne zielstrebig an.“

(-ks-)
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