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Würselen: Neues Leben in der Alten Mühle

Würselen : Neues Leben in der Alten Mühle

Unterzeichnet hat sie Johannes Rau, damals in Amt und Würden als Landesvater.

„Peter Zopp erhält diese Urkunde in Verbindung mit der Denkmalplakette für die Alte Mühle in Anerkennung der Verpflichtung, das Denkmal im Interesse der Allgemeinheit zu erhalten und zur Bewahrung des kulturellen Erbes in NRW beizutragen.” Ehepaar Zopp führt schon geraume Zeit nicht mehr die Alte Mühle, aber noch heute hängt die gerahmte Auszeichnung in der Eingangshalle des ehemaligen Hotel/Restaurants.

Nach Insolvenzverfahren und Zwangsversteigerung war die Mühle dem Dornröschenschlaf preisgegeben. In diesen Tagen ist wieder Leben eingekehrt. Die Sparkasse als Gläubiger und kurzzeitiger Besitzer hat nun die Immobilie in traumhafter Wurmtal-Lage an die Herzogenrather Unternehmer Wolfgang und Ulrike Langohr verkauft.

Aushänge rund um das alte Gemäuer informieren: „Neueröffnung der Alten Mühle in Kürze.” Handwerker bestimmen die Szenerie, und die legen ein beachtliches Tempo vor. Ihr Chef hat nämlich einen ehrgeizigen Plan: „Mal sehen, vielleicht können wir das Hotel und Restaurant schon zum CHIO eröffnen - wenn die Behörden bei der Genehmigung mitspielen.”

Keine Zweifel hat der erfahrene Unternehmer, der sich mit Klimatechnik einen Namen gemacht hat, dass sein Team die Mühle in wenigen Tagen auf Vordermann gebracht hat. „Die Substanz ist gut. Hier und da sind Schönheitsreparaturen notwendig, Mobiliar wird teilweise ausgewechselt, aber im Großen und Ganzen...”, der neue Alte-Mühlen-Besitzer strahlt Zuversicht aus.

„Wir haben uns in das Objekt richtig verliebt. Ist das nicht ein Traum hier”, lautet seine eher rhetorische Frage. Hinter dem Projekt steht ein engagiertes Familienunternehmen. Tochter Julia Kuhn, stimmt: nebenbei fährt sie auch in der Formel 3, wird sich ums Büro kümmern, ihre Mutter Romy Kuhn wird das Management übernehmen, der Koch ist auch schon gefunden und in der Suche nach dem restlichen Personal sieht Wolfgang Langohr ebenfalls keine Probleme.

Viel Wasser soll nicht die Wurm herab fließen, bis die Mühle wieder eine gute Adresse in der regionalen Gastronomie wird. „Das Ambiente stimmt, und an einem modernen Konzept soll es nicht scheitern”, sagt Langohr. So soll die Mühle als auch Tagungsort etabliert werden. Ob Mittagstisch oder Sonntagsbrunch, Familienfreundlichkeit soll zu einer der Unternehmensphilosophien erklärt werden.