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Alsdorf: Neues „Kleid” für Schutzhütte im Zopper Wald

Alsdorf : Neues „Kleid” für Schutzhütte im Zopper Wald

„Abreißen kann man immer noch”, sagte sich Kurt Schneider mit Blick auf die letzte der einstmals drei Schutzhütten im Zopper Wald zwischen Ehrenmal und Wasserlauf. Lange trotzte sie Wind und Wetter. Und die Zeit forderte Tribut.

Das Holz der Seitenwände war nah am Boden abgefault, die beiden vorderen Stützbalken hatten an Substanz verloren, das Dach war löchrig. Und irgendwelche Menschen hatten ihre „Zeichen” an den Innen- und Außenwänden zurückgelassen.

„Fort mit dem Schandfleck!”, hörte man vereinzelt in Zopp. Aber noch bot die Hütte Kindergartengruppen und Spaziergängern Schutz vor Regen, Gelegenheit zur Rast. Für den Zopper Kurt Schneider schon Grund genug, nach Gleichgesinnten und Unterstützung für den Erhalt der Hütte zu suchen.

Morsches Holz ausgetauscht

Die Stadtverwaltung gab die Erlaubnis umgehend und gern. Die Finanzierung ermöglichte die SPD-Ratsfraktion, nachdem sich Kurt Schneider an seinen Stadtverordneten, Dr. Stephan Saffer, gewandt hatte. Der machte auch aktiv mit. Samstags sägten, hämmerten, schraubten die beiden im Team.

Morsches Holz wurde ausgetauscht, die Pfeiler mit Beton umgeben und mit Eisen gestützt, Dachbretter erneuert, gröbste Schmierereien übermalt. Bald soll neue Dachpappe angebracht werden. „Dann wird die Hütte wohl noch einige Jahre Schutz- und Rastmöglichkeit bieten”, glaubt der SPD-Ratsherr.

Farbe wird durch Schnitzerei-Auktion finanziert

Obschon: „Der Anstrich fehlt noch.” Den zu finanzieren, will der auch als Kohleschnitzer bekannte Kurt Schneider schon eine Idee: Eine Schnitzerei zum Versteigern. Von dem hoffentlich großen Erlös soll dann Farbe gekauft werden, damit die Hütte im Frühjahr in ganz neuem Glanz erscheinen kann.