Neuer Sportplatz und Sanierungen in Alsdorfs Schulen

Baumaßnahmen : Millionen für Sportplatz und Schulen

Wo sich einst die Räder für den Steinkohlenbergbau drehten, werden ab Schuljahr 2019 Leichtathleten auf der Umlaufbahn ihre Runden ziehen.

Die Bauarbeiten für den neuen Sportplatz, den unter anderem das Kultur- und Bildungszentrum (Kubiz) mit städtischem Gymnasium und Realschule für den Sportunterricht nutzen werden, schreiten zügig vorn, wie Kathrin Koppe, Technische Geschäftsführerin der kommunalen Stadtentwicklungsgesellschaft Alsdorf (SEG), jetzt im Ausschuss für Schulen, Sport und Kultur berichtete.

Auf einer Gesamtfläche von rund 2,8 Hektar an der Herzogenrather und Eisenbahnstraße bzw. gegenüber dem Erlebnismuseum Energeticon und dem ehemaligen Ledigenheim entstehen neben der Kampfbahn Typ C ein Kunstrasen-Fußballplatz, ein Kleinspielfeld sowie ein Vereinsheim mit vier Umkleideräumen, Sanitärbereich, Versammlungsraum und Lagerflächen für zwei Sportvereine. Flutlichtanlage und 33 Parkplätze sind geplant. Das Projekt kostet rund 3,5 Millionen Euro und wird im Auftrag der Stadt von der SEG gestemmt. Das Gelände hatte die Stadt Alsdorf vom Eschweiler Bergwerks-Verein (EBV) gekauft.

Gustav-Heinemann-Gesamtschule

Wie Vorbeifahrende und Spaziergänger gut erkennen können, ist der Baugrund bereits entsprechend modelliert. Alte Grundmauern wurden entfernt. „Wir konnten alle Bodenmassen dalassen“, sagte Koppe. Heißt: Austausch wegen Belastungen musste nicht erfolgen. Zuvor mussten eine Reihe von Birken und Unterholz weichen. Derzeit erfolgen die Ausführungsplanung und gewerkeweise Ausschreibungen für das Vereinsheim.

Aber der Sportplatz ist bei weitem nicht die einzige Baustelle der Stadtentwicklungsgesellschaft. So macht die Erweiterung der größten Schule Alsdorf, der Gustav-Heinemann-Gesamtschule, Fortschritte. Für knapp eine Million Euro sollen vier Unterrichtsräume mit Nebenflächen angebaut werde. Laut Koppe sind derzeit Erd- und Rohbauarbeiten voll im Gange. „Im August 2019 soll der Anbau in Nutzung gehen“, so die Technische SEG-Geschäftsführerin.

Zudem wird die Sanierung der Gesamtschule vorangetrieben und viel Geld dafür angepackt. Dies gehört ebenfalls zu den Aufgaben der SEG. Dabei konnten veranschlagte Kosten unterboten werden. Die ernergetische Sanierung der Turnhalle, für die 1,375 Millionen Euro bereitstanden, kostete „nur“ etwas mehr als 1,1 Millionen Euro, wie die Endabrechnung ergab. Auch die Erneuerung der Fenster im technikrat blieb mit gut 85.000 unter dem Ansatz von 100.000 Euro.

Brandschutz und Wärmedämmung

Noch in diesem Monat wird laut Koppe die IT-Verkabelung der Gustav-Heinemann-Gesamtschule abgeschlossen (85.000 Euro). Vorbereitet wird die Sanierung der Gebäudeleit- und Mess- und Regelungstechnik, die mit 370.000 Euro zu Buche schlägt, Fertigstellung Dezember 2019.

Bis dahin will die SEG auch die Sanierung des Innenbaus der Sporthalle abgeschlossen haben, was 635.000 Euro kosten wird.

Auch in die Gemeinschaftsgrundschule Schaufenberg wird viel investiert. Fertig ist die branschutztechnische und statisch-konstruktive Sanierung (370.000 Euro). Die energetische Sanierung (rund 1,1 Millionen Euro) ist bald abgeschlossen. Zur Zeit wird laut Koppe noch am Dach und der Wärmedämmung gearbeitet. Auch in dieser Grundschule geht es um IT. Die Verkabelung hat rund 35.000 Euro gekostet.

Bis vor wenigen Monaten war die für den Sportplatz vorgesehene Fläche gegenüber dem ehemaligen Ledigenheim noch dicht bewachsen. Foto: Karl Stüber

Die SEG-Veranwortliche listete noch weitere Aktivitäten auf: Katholische Hermann-Josef Grundschule Hoengen mit IT-Verkabelung (25.500 Euro); Sanierung der Grundleitungen an der Marienschule, Pestalozzistraße, 120.000 sowie Asphaltarbeiten 21.000 Euro; Gemeinschaftsgrundschule Kellersberg/Ost energetische Sanierung 925.000 Euro; Katholische Hermann-Josef Grundschule Hoengen Sanierung der WC-Anlagen 70.000 Euro; Käthe-Kollwirtz-Schule Fenster- und Fassadensanierung 220.000 Euro.

(ks)