Baesweiler: Neuer ökumenischer Dreiklang

Baesweiler: Neuer ökumenischer Dreiklang

Das Engagement ist beispielhaft. Der neue Glockenturm an der Friedhofskapelle in Baesweiler ist das Ergebnis des Zusammenhalts über die Konfessionsgrenzen hinaus. Zur Einweihung der Glocke erfüllte sich für die Christen der evangelischen und katholischen Kirchen ein Herzenswunsch. Pfarrer Jochen Gürtler, der die Einweihung mit seinem katholischen Priesterkollegen Burkhard Kroh vollzog, packte seine Gefühle in ein Wort: „Endlich!” Dankbarkeit äußerten auch die Vertreter der beiden Kirchengemeinden.

Von der katholischen Pfarrgemeinde St. Petrus taten das Ursula Mayer und Andreas Kochs, für das Presbyterium dankte dessen Vorsitzende Annegret Ludwig. Bevor die auf einem sieben Meter hohen Turm angebrachte Glocke erstmals läutete, beteten und sangen die am Fest beteiligten Christen gemeinsam. In einer kurzen Predigt nannte Jochen Gürtler die Glocke „ein Zeichen für die Transzendenz Gottes” sowie ein „Zeichen des Herrschaftsanspruchs Gottes zum Leben”.

Finanziert haben beide Kirchengemeinden die 80 Kilo schwere Bronzeglocke über drei ökumenische Pfarrfeste und zusätzliche Spenden, wie Ursula Mayer betonte. Ein fünfstelliger Betrag musste aufgebracht werden. Seit 2005 hatten sich beide Kirchengemeinden für das Projekt stark gemacht, das vom Beggendorfer Architekten und Presbyter der Friedenskirchengemeinde, Siegfried Schaffrath, gestaltet wurde.

Die Glockenanlage wird von der Stadt gewartet. Vize-Bürgermeister Herbert Geller bekam von Pastor Burkhard Kroh zur Übergabe symbolisch ein Glöckchen geschenkt. Geller brachte die Gemeindemitglieder mit dem Satz, „wir haben in Baesweiler mal wieder etwas Besonderes, nämlich den ökumenischen Dreiklang” zum Lachen. Damit spielte er auf das Läuten der „Neuen” gemeinsam mit dem mächtigen Glockenklang von St. Petrus und der Friedenskirche an, der am Nachmittag von weit her kündete.

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