Alsdorf: Neue Stadtteil-Managerin will Alsdorf lebenswerter machen

Alsdorf: Neue Stadtteil-Managerin will Alsdorf lebenswerter machen

Noch hat sie nur ein kleines Büro im Alsdorfer Rathaus, doch es drängt sie hinaus, „an die Front des Quartiers”, die von der derzeit noch leerstehenden Luisenpassage ausgeht. Dieses Quartier will sie managen, nach vorne bringen.

Im Rahmen des Projekts „Soziale Stadt” ist Ursula Siemes nämlich seit dem 1. September als Quartiersmanagerin beim „Abbba e.V.” (Alsdorfer Bildungs-, Beratungs- und Begleitungsangebote) angestellt. Das kreative Chaos, soziale Aspekte und die Chance, etwas Neues aufzubauen, habe sie an dieser Aufgabe gereizt, sagt Ursula Siemes.

Nach ihrem Studium hatte die heute 52-jährige Volljuristen über Jahre als stellvertretende Geschäftsführerin der „Lebenshilfe Heinsberg” für Menschen mit Behinderung engagiert und darüber hinaus als Dozentin in der Erwachsenenbildung gearbeitet. Ihr Lebenslauf sagt aus, dass sie über eine langjährige Erfahrung in der Gemeinwesen- und Projektarbeit sowie in der Beratung und Begleitung unterschiedlicher Personen- und Interessengruppen verfügt. In Alsdorf soll sie im Rahmen der sozialen Stadtentwicklung die Förderung von Projekten, die den Stadtteil Mitte für alle Bevölkerungsgruppen lebenswerter machen sollen, voran treiben.

Das Aufgabengebiet der Juristin und Kunst- und Kultur-Pädagogin wird dabei die Koordination und die Umsetzung der sozial-integrativen Maßnahmen im sogenannten Quartier sein. Dazu gehört die Vernetzung lokaler Akteure untereinander, die Bündelung der Aktivitäten vor Ort, die Stärkung der lokalen Ökonomie und die Organisation und Moderation von Beteiligungsprozessen, Stadtteilforen und Stadtteilaktionen. Ebenso ist sie mit der Leitung des zentralen Stadtteilbüros Alsdorf Mitte in der Luisenpassage und als Ansprechpartnerin und Beraterin für alle Bewohner im Quartier sowie alle ortsansässigen Institutionen zuständig.

Was sich so theoretisch anhört, will Siemes mit Leben füllen: „Ich gehe raus und klingle notfalls bei den Menschen an der Haustür. Eine Quartiersmanagerin muss bekannt sein, damit auch die Leute auf sie zukommen”, freut sie sich auf kommende Aufgaben. Dass sie dabei den gesamten Abbba-Vorstand und das Jugendamt Alsdorf hinter sich weiß, das hat die Juristin bereits in den ersten Wochen vor Ort erfahren dürfen.

„Wir waren von Anfang an der Überzeugung, mit Ursula Siemes die richtige Kandidatin für diesen anspruchsvollen Job gefunden zu haben”, gibt Bürgermeister Alfred Sonders, der auch Vorsitzender von ABBBA ist, das Kompliment an die neue Quartiersmanagerin zurück.

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