Herzogenrath: Neue Pläne für die Friedhöfe

Herzogenrath: Neue Pläne für die Friedhöfe

Auf den Herzogenrather Friedhöfen tut sich was. Jedenfalls oberirdisch. Um dem Wunsch von Angehörigen nach pflegeleichten Grabstätten nachzukommen, sollen beispielsweise künftig Grabstätten angeboten werden, die mit Gras eingesät sind — bis auf eine schmale Platte mit einer mittig platzierten Stele, zu deren Seiten eine Kerze und Blumen Platz finden.

Außerdem hat die Verwaltung die drei Trauerhallen auf den Friedhöfen Lange Hecke (Merkstein), Waldfriedhof (Herzogenrath-Mitte) und Oststraße (Kohlscheid) dahingehend geprüft, ob ein Teil als Urnenhalle genutzt werden kann.

Das Ergebnis stellte der Bereichsleiter Betrieb, Ulrich Rible, im Bau- und Verkehrsausschuss vor: Zunächst soll nur die an der Oststraße ins Auge gefasst werden. An der hinteren Wand sollen Nischen in zwei Ausbauschritten eingerichtet und ansprechend beleuchtet werden. Erst 48, später vielleicht 84 Kammern sind geplant. Der sakrale und der profane Raum sollen deutlich optisch voneinander getrennt werden.

Außerdem wurde überprüft, ob Teile der Friedhofsgelände in Bauland umgewidmet werden könnten. Ergebnis: nein. Selbst dort, wo sich noch Brachflächen befinden, ist kein Bau möglich, da dort sogenannte bergmännische Einwirkungen vorliegen (Beispiel Kämpchen).

Der Bauausschuss stimmte den Plänen zu, am 8. Juli muss der Rat noch grünes Licht geben. In Alsdorf ist, nebenbei bemerkt, für den Friedhof Kellersberg eine Urnenanlage geplant.

(vm)