Alsdorf: Neue Kindertagesstätte auf ehemaligem Fußballplatz

Alsdorf : Neue Kindertagesstätte auf ehemaligem Fußballplatz

Der ehemalige Sportplatz von Rot-Weiß Alsdorf an der Herzogenrather Straße in Busch liegt brach. Deshalb sollen dort nun eine große Kindertagesstätte und drei Mehrfamliienhäuser entstehen. Das hat der Ausschuss für Stadtentwicklung mit großer Mehrheit beschlossen.

Da bereits am Energeticon ein neuer Sportplatz gebaut wird, ist der Bedarf an Sportflächen für Vereine und Schulen in der Stadt Alsdorf künftig gedeckt. Der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder steigt jedoch, und auch Wohnraum ist knapp.

Die geplante Kindertagesstätte umfasst sechs Gruppen. Parkplätze für die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto in die Kita bringen oder sie von dort abholen, werden direkt an deren Grundstück angeordnet. Für die drei Mehrfamilienhäuser sind private Stellplätze geplant. Eine Fläche von 1,1 Hektar stand für die Planungen zur Verfügung. Der Zuweg zum Vereinsheim des Sportplatzes soll ausgebaut werden. Er ist in den Planungen als öffentliche Verkehrsfläche vorgesehen. Die Haupterschließung des Gebiets soll durch eine neu angelegte Straße zur Herzogenrather Straße hin erfolgen. Die Garagen, die momentan dort stehen, werden abgerissen.

In Richtung Feld soll eine provisorische Wendemöglichkeit errichtet werden. „Damit wir uns für die Zukunft nichts verbauen“, sagte Susanne Lo Cicero-Marenberg, Technische Beigeordnete der Stadt. Falls die Fläche dahinter irgendwann für eine Bebauung freigegeben werden sollte, habe man so noch die Möglichkeit, die Straße in diese Richtung weiterzuführen.

Der Nabu Kreisverband Aachen-Land führte im Laufe des Planungsprozesses an, dass eine Baumreihe am östlichen Rand des Grundstücks unbedingt erhalten bleiben müssen, da sie im Winter als Schutz gegen Ostwinde diene und somit Energie spare. Das Amt für Planung und Umwelt hat jedoch an einer Vielzahl der Bäume Schäden festgestellt, heißt es in einer Anlage der Ausschussdokumente. Diese Schäden könnten zu herabfallenden Ästen führen, was wiederum ein Sicherheitsrisiko bedeute.

Lange Diskussion

Die Verwaltung der Stadt entschied sich deshalb dazu, für einen Ausgleich an anderer Stelle zu sorgen. Das war für Mitglieder der Grünen-Fraktion ein Grund, Kritik zu üben. „Außerdem liegt die Kita an einer Starkstromanlage. Die Kinder könnten durch Elektrosmog gefährdet werden“, sagte Horst-Dieter Heidenreich. Nach langer Diskussion wurde abgestimmt. Mit Gegenstimmen der Grünen beschloss der Ausschuss die Billigung des Bebauungsplans 353, er wird nun öffentlich ausgelegt.

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