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Kohlscheid: Neue Kamera erleichtert die Arbeit

Kohlscheid : Neue Kamera erleichtert die Arbeit

Das Oel-Wärme-Institut (OWI) im Kohlscheider Technologiepark ist eine der wenigen Forschungseinrichtungen, die seit ihrer Gründung nicht nur sehr erfolgreich arbeiten, sondern dies auch - bislang - ganz ohne öffentliche Fördermittel getan haben.

Um diese Leistung gebührend zu würdigen und die weitere Forschung zu unterstützen, gab es jetzt einen warmen Geldregen. Den kündigte ein erfreulicher Brief aus Düsseldorf an.

Der im Ministerium für Wissenschaft und Forschung für die Förderung zuständige Karl Schultheis brachte das Bewilligungsschreiben höchst persönlich zu einem Besuch mit. Und das genau am Geburtstag der gemeinnützigen Einrichtung. Die wurde am 4. November 1997 als Ableger der Aachener Hochschule gegründet.

Durch die Landesförderung sehen die Geschäftsführer Prof. Dr. Heinrich Köhne und Dr. Klaus Lucka sich in ihrer Arbeit mit inzwischen 26 Mitarbeitern voll bestätigt. Karl Schultheis, der auch in der Stadt Aachen als SPD-Ratsherr und Sprecher für Fragen der Wirtschaftsförderung engagiert ist: „Es ist erfreulich, welche Entwicklung das OWI vollzogen hat. Die Arbeit bereichert insgesamt die Forschungslandschaft in NRW.” Aus diesem Grund unterstütze man nur zu gerne die Forschungstätigkeit und Ziele des Institutes.

Wärme- und Verbrennungstechnik

Das OWI forscht auf dem Gebiet der Wärme- und Verbrennungstechnik - insbesondere flüssiger Brennstoffe - und fördert neue Entwicklungen. Professor Heinrich Köhne: „Wir bekommen fast 50 Prozent unserer Aufträge aus der freien Wirtschaft, die andere Hälfte decken öffentliche Auftraggeber ab.”

Die Fördersumme von 125.000 Euro wurde bereits verplant. Das OWI schaffte dafür eine hochmodernen Thermographie-Kamera an. Köhne: „So ein Gerät mussten wir uns bis jetzt immer für viel Geld leihen, nun haben wir ganz neue Möglichkeiten, uns am Markt zu platzieren.”

Diplomphysiker Ralph Edenhofen, der im Institut für die Arbeit mit dem neuen Gerät zuständig ist, erleichtert das die Arbeit. „Mit dieser Kamera, die im Grundstock aus Frankreich stammt und in Dresden den Anforderungen entsprechend hergerichtet wurde, lassen sich zum Beispiel in Hochgeschwindigkeit laufende Verbrennungsprozesse genau dokumentieren und auswerten.” Von der einfachen Wärmeanalyse bis hin zur Materialkunde in einem Brennkessel bei über 1500 Grad biete diese Kamera „wirklich ein ungeheuer breites Spektrum der Einsatzfähigkeit.”