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Würselen: Neubau nur bei großem Vorteil

Würselen : Neubau nur bei großem Vorteil

Wie geht es mit der Marktbebauung weiter? Dieser Frage widmete sich der SPD-Ortsverein Würselen-Mitte bei einer Versammlung, um die eigenen Vorschläge zur Diskussion zu stellen und die Meinung der Bürger zu erfahren.

Grundsätzlich abgelehnt wird von den Sozialdemokraten eine Hochbebauung unmittelbar vor St. Sebastian, wie sie die Pläne des Architekturbüros Reicher und Haase, Sieger des Städtebaulichen Wettbewerbs 2001, vorsehen. Stattdessen sieht der Vorsitzende der SPD-Würselen-Mitte und frühere Technische Beigeordnete Ulrich Bergmann Chancen für eine Entwicklung des Marktplatzes durch den Abriss des alten Kank-Gebäudes. Die Eigentümer des Kank möchten, so die SPD, zusammen mit Investoren etwas Neues errichten, da das alte Gebäude den Ansprüchen nicht mehr standhalte und teilweise baufällig sei.

Die Planungen der SPD sehen eine Verlängerung des Kank-Gebäudes um 15 Meter in Richtung Kirche vor. Neben dem neuen Kank-Gebäude könnte nach den Vorstellungen der SPD ein neues Zentrum für die Pfarre St. Sebastian mit bis zu 1000 Quadratmetern Nutzfläche entstehen. Dies sei aber primär ein „Ding der Pfarrgemeinde”, betonte Bergmann. Auch über die Planungen betreffend die so genannte Sebastianusinsel müsse zunächst einmal die Pfarre „energisch drüber nachdenken”.

Bei der Diskussion signalisierten die Bürger durchaus Zustimmung zu diesen Vorschlägen, kritisch hinterfragt wurden jedoch die möglichen Kosten bei einer dann notwendigen Umplanung. Dass weitere Planungskosten entstehen und auch einige Versorgungsleitungen verlegt werden müssten, bestätigte Bergmann. Mit Grundstückserlösen bestünden aber Möglichkeiten der Refinanzierung.

Aus der Pfarrgemeinde berichtete Pfarrer Heinz-Josef Lambertz, dass man durchaus diskutiere, ein neues Pfarrzentrum an anderer Stelle zu errichten. Allerdings sei die Stimmung eher so, dass man das jetzige Jugendheim erhalten möchte. Ein Neubau müsse schon erhebliche Vorteile gegenüber der jetzigen Lösung beinhalten.

Begrüßt wurde von den Bürgern vor allem die Linksabbiegemöglichkeit in die Tittelsstraße, Übereinstimmung herrschte auch bei der Forderung für einen Kreisverkehres an der Einmündung Drischer-/Sebastianusstraße.