Baesweiler: Neubau noch nicht fertig: Familienzentrum eröffnet Provisorium

Baesweiler : Neubau noch nicht fertig: Familienzentrum eröffnet Provisorium

Beim ersten Blick auf das Gebäude kann man nur schwer erahnen, dass dieses nur für ein Übergangsjahr genutzt werden soll. Das Familienzentrum in der Ringstraße hat für seine Kindertagesstätte einen schicken Modulbau erhalten, in dem zwei Gruppen untergebracht werden. Der eigentliche viergruppige Erweiterungsbau konnte nicht rechtzeitig zum neuen Kindergartenjahr fertiggestellt werden.

Mit der temporären Lösung kann man das aber sehr gut überbrücken. Die Kita-Leiterin Regina Brouers ist stolz auf diese Übergangslösung. Der Aufbau, der in nur zwei Monaten vonstatten ging, war nicht nur für die Kinder ein besonderes Highlight. „Für die Kinder war das unglaublich spannend, als hier die Kräne und Schwertransporter angerollt kamen“, erzählt Brouers, die zugab, dass die Aufbauarbeiten auch für sie selbst spannend zu verfolgen waren.

Gruppenfoto vor gefälliger zeitgemäßer Holzarchitektur: Zwei Kita-Gruppen können im schicken Provisorium jetzt nach Herzenslust spielen und lernen. Foto: Niklas Coopmann

Die Kinder sangen und tanzten zur feierlichen Eröffnung. Markus Terodde, Dezernent für Bildung, Jugend und Strukturentwicklung der Städteregion Aachen, übergab einen symbolischen Schlüssel. Und zeigte sich erfreut über die generelle Entwicklung, nicht nur in Baesweiler: „Vor Jahren mussten wir noch Kindertagesstätten schließen, jetzt eröffnen wir beinahe jeden Monat eine neue.“ Denn die Nachfrage ist sehr hoch.

Bis zum kommenden Jahr werden deshalb in Baesweiler 205 neue Kita-Plätze geschaffen — das ist ein Zuwachs um 20 Prozent. „Ich bin sehr froh, dass uns gemeinsam mit der Städteregion eine so schnelle und qualitativ hochwertige Lösung im Sinne der Familien hier in Baesweiler gelungen ist“, freut sich auch Bürgermeister Dr. Willi Linkens. Und lobte seinerseits: „Die Zusammenarbeit mit der Städteregion war sehr unkompliziert und hat einfach Spaß gemacht.“

Der temporäre Modulbau hat 460 000 Euro gekostet und wird für ein Jahr an der Ringstraße stehen. Danach wird er an einer anderen Kindertagesstätte in der Städteregion Platz finden. Auch dort sollen die Kinder beim Aufbau staunen — und sich die Leiter freuen können, ein so schickes und modernes Provisorium zu erhalten.